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Montag, 7. Mai 2012
Von Duschen, Papageien, Matepreisen und anderen Kuriositäten
Hier in Oslo ist, wie zu erwarten war, alles ein wenig anders.
Das Tom am Samstag seine liebe Mühe und Not mit der örtlichen Verkehr hatte, hab ich ja schon erwähnt. Warum und womit genau möcht ich euch aber auch nicht vorenthalten.
Um uns gegen Mittag die Wartezeit auf Hotelzimmerschlüssel oder andere sinnvolle Tätigkeiten etwas zu vetreiben, haben wir "spontan" beschlossen die nähere Gegend auszukundschaften ... und sind prompt auf einem Flohmarkt gelandet. Dort gab es natürlich allerlei Zeugs, angefangen bei Ladegeräten für nahezu alles bis hin zu den ersten Platten der Beatles oder AC/DC's. Neben Glaskeramik-Bleiglasoptik und diversesten Klamottenständen fanden wir dann zudem auch etwas, für uns, eher unerwartetes: einen echten Papagei. Dieser saß da seelenruhig, wie man es sich piratenmäßig vorstellen würde, auf der Schulter seines vermeintlichen Eigentümers und erfreute sich der Welt... und uns mit lautem Gekrächze.
Direkt vom Flohmarkt wieder runter - Tom hätte sich gern ein Grammophon mitgenommen, aber erstens gab es keins und zweitens hätten wir auch höchstens 15 norwegische Kronen bisher gehabt - beschlich uns ein Gefühl des Hungers. Also beschlossen wir uns zum Mittag ein paar unserer mitgebrachten Konserven zu erhitzen, da das Problem des fehlenden norwegischen Bargeldes natürlich immernoch Bestand hatte. Ein Platz zur Erwärmung des Essens war auch schnell gefunden: der angrenzende öffentliche Park bot sich förmlich an und einen Gaskocher hatten wir ja auch extra eingepackt. Kulinarisch kann ein Buss Zigeunertopf natürlich nicht mit fangfrischem norwegischem Lachs oder frischem Falafel vom Inder um die Ecke mithalten, satt macht er aber trotzdem! Zumindest theoretisch ... wenn das Gas zum erhitzen aller Dosen ausreicht und die zweite Ladung nicht, wie geschehen, nur noch angewärmt wird. Nunja, nach ca. 24h Reise und etwa 3-4h harren der Dinge die da kommen, gibt man sich auch mit lauwarmem Essen zufrieden.
Unmittelbar im Anschluss an das Hochtragen der Klamotten ging es sich dem Aufbau des Veranstaltungsortes widmen. Wobei... was heißt Aufbau, erstmal musste in diesem Gebäude, welches sonst von der Kunsthochschule genutzt wird, Ordnung geschafft werden. Selbst gebaute Trennwände und Kulissen wurden umgestellt oder als Raumteiler genutzt, das Rollgerüst einmal auf die andere Seite des Raumes geschoben und alles erstmal grundlegend gereinigt und/oder gewischt. Besonders lustig war hierbei die Diskussion um die Position der "Bar". Erst sollte sie mittig im Raum stehen, dann an einer Wand, dann in einer Ecke, damit niemand unbefugter Weise dahinter läuft... im Endeffekt steht sie jetzt in einer Ecke, die ursprünglich als Sofaecke geplant war. Bei Erstellung der zugehörigen Getränkekarte konnten wir dann erfahren warum wir 3 Kisten Mate nach Oslo gefahren haben. Der einzige Handel hier ist ausverkauft und wollte für die Letzte Kiste doch umgerechnet satte 100 Euro haben und verkauft wird die Flasche hier für etwa 40-50 Kronen (~ 5-6 Euro)... Nebenbei versuchen im gesamten Raum noch Leute des Ping, dass ist die FeM Oslo's, Netz zu machen. Dazu stehen sie regelmäßig auf der Leiter, haben Gaffa und Kabelbinder dabei und sehen manchmal recht ratlos aus. Als sich dann schließlich herauskristallisiert, wo unser Streaming-Platz final sein wird, geht alles recht schnell. Transporter ausladen, Regie aufbauen, Kameraplätze festlegen, Kabel ziehen und tes.. ja genau bis zum testen kamen wir nicht mehr. Am Ende des Sonntags sieht es nämlich wie folgt aus:
• Netz hängt hier irgendwie von der Decke ist aber noch nicht angeschlossen
• Audio "status unknown"
• Mainstage prinzipiell räumlich festgelegt aber "work in progress" -> Kamerapositionen also noch nicht final
• Plan: Eröffnung 10 Uhr morgen (Montag) früh
Sportliches Programm also, dafür dass es ca. 23Uhr ist und noch nix wirklich fertig ist. Tom geht nun schlafen, alle anderen machen Abendbrot und socializen noch etwas. Dabei lernen wir eine Finnin kennen, die zwar weiß wer Goethe und Schiller sind aber noch nie was von Thüringen (geschweige denn Erfurt oder Ilmenau) gehört hat. Von ihr erfahren wir auch, dass "Wurst" auf finnisch "makkara" heißt und irgendein junges internationales Filmfestival regelmäßig zufällig in Polen stattfindet.
Der Montag begann dann mit Stress vor Allem für Ecki, da ja das komplette Setup noch nicht lief. Durch die etwa 1,5-stündiger Verspätung des Eröffnungsvortrags konnte er es zusammen mit Tom allerdings zumindest so weit an den Start bringen, dass eine Aufzeichnung und Ton reibungslos funktionierte. Der Stream zickte hier noch ein wenig, sollte dann aber in der ersten Pause bearbeitet und gangbar gemacht werden. Mir fiel die ehrenvolle Aufgabe zu, als Kameramann zur Verfügung zu stehen, falls einer der Vorträge etwas Detailreiches beinhalten würde. Silvan beschäftigte sich mit den Vorbereitungen zu seinem Workshop, was sich hauptsächlich auf die Organisation des Brillentransports beschränkte. Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Brillen nach Berlin müssen. Warum? Weil morgen (Dienstag) noch ein Festivalteilnehmer von dort nach Oslo fliegt. In mühevoller Kleinarbeit hatte er sich Mitfahrgelegenheiten gesucht, welche von oder über Ilmenau nach Berlin fahren und auch tatsächlich etwas passendes gefunden. Aber auch hier steckte wie immer der Teufel im Detail, denn die ausgewählte Variante wollte nicht nach Ilmenau fahren. Also brauchten wir noch jemanden in Ilmenau, der zu einer festgelegten Zeit mal raus an die Autobahn fährt. Wir danken dem Tobi an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich dafür!
Da um das Festival an sich ein Dokumentarfilm gedreht wird, steht hier regelmäßig ein Fotoapparat an markanten Punkten und macht alle paar Sekunden ein Foto zum Zwecke eines Zeitrafferfilms. Dabei macht es sich besonders lustig, wenn sich ein Detail oder eine Person im Raum möglichst nicht bewegt. Diesen Part hab ich dann einfach irgendwann übernommen und mich auf ein Sofa gesetzt. Dies trug dann auch prompt bei unseren in Ilmenau verbliebenen FeMies zur Belustigung bei, da mich eine unserer Kameras mit einfing und sie zusammen mit Ecki an der Verfügbarkeit des Streams bastelten. Ich konnte hier aber wenigstens schonmal unser eigens geführtes Anreiselog fürs Blog digitalisieren und das errichtete WLAN in der Halle ausgiebig testen. ^^
Alles in Allem war der Montag ein eher entspannter Tag, der zwar mit viel Arbeit begann sich dann aber im Verlauf des Nachmittags sehr entspannte. Für Dienstag planten wir daher bei gleichem Verlauf mal einen Besuch in der Stadt einzulegen, zumal auch in Norwegen Feiertag herrsche. Dazu aber später mehr...
Montag, 30. April 2012
Ich fahre nach Oslo, packe meinen Trapo und nehme nicht mit: 2 Beamer und 30 Shutterbrillen
In diesem Jahr sind die vier "Kranken": Ecki, Silvan, Tom (welchen wir zwecks Ton - man beachte die wörtliche Nähe
Oslo ist, wie der geneigte Leser sicher schon festgestellt hat, bekanntlich die Hauptstadt von Schweden scnr und damit nicht gerade um die Ecke und weil wir die Strecke mit dem Auto zurücklegen wollten auch nur mit etwas Anstrengung zu erreichen. Hier für euch erstmal das Reiselog:
• 11:00 Uhr: Los gehts heute (am Samstag) ca. 11Uhr, nachdem ursprünglich um 9 angepeilt und Ecki seit 6:30 mit vorbereiten und zusammenpacken beschäftigt war.
• 11:15 Uhr: AnEs hat nun auch seine fast überfälligen Bücher abgegen, es kann also wirklich losgehen! Ecki bastelt derweil an seiner Kühltruhe, deren Kabel irgendwo defekt ist...
• 11:42 Uhr: Wir laden in Gehren 50 Thüringer Rostbratwürste und 2 Kisten Mate ein, los gehts erstmal wieder Richtung Ilmenau zum Getränkemarkt! Ecki bastelt weiterhin...
• 12:03 Uhr: Der Campus hat uns endlich wieder! Wir stehen am bc-Club und laden Eis und für jeden ein kühles Getränk ein. Eis für die Kühltruhe falls Ecki mit dem Kabel länger braucht und Getränke für uns... is schließlich warm hier in der Sonne!
• 12:10 Uhr: Sagasser, wir wollen ja auch in Oslo Bier trinken, ohne 4 Euro die Flasche bezahlen zu müssen. Ausserdem gibts noch ne Kiste Mate, denn die Festival-Orga bat uns 3 mitzubringen. Mit unserem Einkaufswagen gewinnen wir 2 Schachteln F6. Ecki hatte mit Stecker Nummer 3 und nach Entfernung des letzten halben Meters endlich Erfolg, die Truhe kühlt!
• 13:00 Uhr: Nach einem kurzen Einkaufsbummel durchs ortansässige Kaufland (wir brauchten zum Bier ja auch noch was zu Essen) stehen wir am Baumarkt - immernoch in Ilmenau... Silvan kauft zwei zugeschnittene Holzplatten als Schutz für seine 3D-Leinwand und wir packen den Transporter komplett neu. Ab jetzt ist Ein- und Ausstieg in den Trapo nur noch über die Vordertüren möglich. Silvan telefoniert. Es geht jetzt tatsächlich los!
• 13:17 Uhr: A71, kurz hinter Tunnel Behringen, Silvan telefoniert! Irgendwer will wohl auf der Mensawiese Strom...
• 13:55 Uhr: Weimar, Bauhausstraße, wir laden noch ein wenig mehr Technik und packen den Trapo erneut neu... das Problem, niemand der Anwesenden weiß, welche Teile zur besagten Leinwand gehören und so nehmen wir kurzerhand den zweiten Rahmen auch noch mit.
• 14:30 Uhr: Wir fahren jetzt doch tatsächlich mit Ziel Oslo auf eine Autobahn. Gehts jetzt etwa los? Die Frage steht im Raum, ob wir irgendwas vergessen haben...
• 15:25 Uhr: B247, Langensalza war irgendwo da hinten, wir sind grad in Mühlhausen und haben Eichsfelder Autofahrer vor uns...
• 17:30 Uhr: A7, Rasthof Hildesheimer Börde, Fahrer Tom stellt fest, dass "wir es noch nicht mal bis Göttingen geschafft haben..." - Silvan telefoniert...
• 18:00 Uhr: Wir fahren weiter und Ecki ist jetzt Fahrer. Tom wird nach verlorenem Schnick-Schnack-Schnuck sogar auf die Rückbank strafversetzt und muss Geografie lernen!
• 18:30 Uhr: Nachdem Silvan von "Flugbahnhöfen" spricht und die gekauften Trauben mit Kabelbinder verschlossen sind, stellen wir fest, dass wir für das schwedische Damenvolleyballteam nochmal umpacken würden.
• 18:40 Uhr: A7, höhe Westenholz, Silvan fragt, ob wir seine Beamer und Shutterbrillen eingepackt hätten? Nachdem niemand etwas davon weiß und er sich erinnert sie bei div. Umpackaktionen nicht gesehen zu haben, beschließen wir, dass diese wohl noch in Ilmenau weilen.
• 18:48 Uhr: Tom bevorzugt seine Apfelschorle 400km lang geschüttelt, nicht gerührt!
• 19:25 Uhr: A7, höhe Bremen/Seevetal, auf der Gegenfahrbahn fährt der Mannschaftsbus des 1. FSV Mainz 05 an uns vorüber - so ganz ohne Polizeigeleit...
• 20:31 Uhr: Tom stellt fest, dass er aufhören sollte Sachen auseinander zu nehmen, bevor Ecki vom Stuhl rutschen könnte.
• 20:57 Uhr: "Letzte Ausfahrt vor der Bundesgrenze" steht auf dem Schild und wir wollen tanken, da die Preise im Norden höher sind. Silvan will telefonieren, diesmal wegen der Beamer und Brillen...
• 21:42 Uhr: Wir fahren weiter. Silvan hat recherchiert, dass Beamer in Oslo vorhanden sind, die Brillen aber nach Berlin müssen.
• 01:10 Uhr: Nach unspannender Fahrt aber 78 Euro Brückenmaut ärmer erreichen wir Schweden. AnEs fährt jetzt weiter und wir beschließen eine längere Pause in Malmös Innenstadt zu machen.
• 01:50 Uhr: WorldTradeCenter erreicht aber unser Fahrzeug zeigt erste Ermüdungserscheinungen. Das Gurtschloß des Fahrers muss in Zukunft nach lösen des Gurt mittels Flaschenöffner wieder nutzbar gemacht werden.
• 02:11 Uhr: In einem sehr noblen Malmö'er Viertel nahe der Ostsee ist unsere Wassermelone von uns gegangen und wir lernen: "Konsequent sein, heißt auch Holzwege zu Ende zu gehen."
• 03:12 Uhr: AnEs hats geschafft: auf dem Weg raus aus Malmös Innenstadt hält uns eine Zivilstreife an. Nach kurzer Erklärung wo wir hin wollen, das deutsche Führerscheine - im Gegensatz zu Schwedischen - unbeschränkte Gültigkeitsdauer haben und einem Alkoholtest, dürfen wir weiterfahren.
• 06:30 Uhr: Wir tanken nochmal vor norwegischer Grenze, da es dort nochmal teurer sein würde und Tom fährt wieder.
• 07:18 Uhr: Der Rehbraten für heute (Sonntag) Mittag ist uns leider entwischt! Tom hat zu früh gebremst und das arme Reh wohl so verschreckt, dass es sich nicht mehr freiwillig vor unser Fahrzeug legen wollte.
• 08:58 Uhr: Wir beschließen am beginnenden Oslofjord noch einmal anzuhalten und erstmal Frühstück zu machen
• ca. 10 Uhr: Wir erreichen Oslo im Hafenviertel und Tom hat seine liebe Mühe und Not mit dem vorherrschenden Verkehr, aber WIR SIND DA!
• ca. 10:30 Uhr: Wir trinken jetzt erstmal Kaffee und lassen unsere Gastgeber langsam wach werden.
Weiteres, wie beispielsweise: ob und wie Silvan seine Brillen bekommt, warum man im Klo duschen geht, wie Ecki versucht mit Rechnern in Ilmenau zu sprechen, wie Bratwurst auf Finnisch heißt, wann Tom endlich mal schlafen konnte, was der Papagei auf dem Flohmarkt macht und wie AnEs an einen sitzenden Job gekommen ist, gibts dann in den nächsten Tagen...
Sonntag, 15. April 2012
15 Jahre Forschungsgemeinschaft elektronische Medien
Heute feiert die FeM ihren 15. Geburtstag.
Am 15.4.1997 erblickte unser Verein nach langer Vorbereitung das Licht der Welt. Und das erfüllt uns noch heute mit großem Stolz! Wann, wenn nicht jetzt, ist schon mal die Zeit, auf die letzten 15 erfolgreichen Jahre unserer Vereinsgeschichte zurückzublicken. Ich werde mich bemühen, wirkliche Highlights herauszustellen. Quelle meiner Recherche sind die Rechenschaftsberichte der FeM seit 1997, da ich selbst erst seit 2006 Mitglied der FeM bin. Wollen wir doch mal sehen, wie ausführlich und gewissenhaft unsere Veteranen ihre Rechenschaftsberichte geführt haben ![]()
- Schon ganz am Anfang der Vereinsgeschichte haben wir eng mit dem Rechenzentrum der TU Ilmenau zusammengearbeitet. Das Projekt "Virtueller Hörsaal" war in aller Munde: Step 1 - Computernetzwerk im Block C... Die Anfänge des FeM-Net.
- Jippi! Wir bekommen ein Office! Es ist seit jeher im Block L zu finden.
- Unser FeM-Net etabliert sich langsam. Immer mehr Wohnheime finden Zugang zum FeM-Net.
- Jetzt fand auch endlich die offizielle Netzeinweihungsparty statt!
- Die FeM stellt mit ihrem Projekt "Skripte im Netz" (SiN) studienbegleitende Materialien im Netz bereit.
- Wie es sich für echte Nerds gehört, wurde 1999 der "Linux Demo Day" durchgeführt.
- Auch bei der ISWI 1999 waren wir unterstützend am Start.
- Die FeM wäre ohne sie nicht dasselbe... die Mailinglisten wurden eingeführt!
- Damals gab es übrigens noch Nutzersprechstunden

- Das Projekt Pergon wird ins Leben gerufen.
- Und: Haltet euch fest! Weil es so brisant ist, werde ich zitieren: "Dank einer Sachspende ist nun in den Büroräumen der FeM ein Arbeitsplatzrechner vorhanden." Ein ganzer Arbeitsplatzrechner! Das waren noch Zeiten!
- 10 geswitchte Mbit für alle Nutzer im C und sie waren überglücklich!
- FeM-Net gab's auf der PöHö per Richtfunk.
- Was in 12 Jahren sich so alles entwickeln kann... 2000 hat die FeM noch Schulungen für Erstis durchgeführt, in denen ihnen der Umgang mit dem Internet erklärt wurde, heute betiteln sich alle als "Digital Natives".
- Corporate Design und Corporate Identity der FeM befanden sich in den Kinderschuhen und dabei wurde auch ein neues FeM-Logo entwickelt. Zu gerne hätte ich jetzt eine Bildserie eingebaut mit "Das FeM-Logo im Wandel der Zeit", aber leider fehlen mir da die Quellen.
- Damals waren noch alle FeM-Shirts gelb! Ein echter Spaß im Sommer

- Schon ohne iSTUFF hat die FeM zur ISWI Fernsehen gemacht. Name der Sendung war "ISWI Gameshow".
- Aber auch iSTUFF war an der FeM interessiert. Ergebnis war eine Reportage über die Arbeit der Forschungsgemeinschaft elektronische Medien.
- Das Projekt "SiN" wurde vom Urheberrecht eingeholt und auf Eis gelegt. Schade drum...
- Auch vom Projekt IAM habe ich zuvor noch nicht gehört, aber es wurde 2001 wohl eingeführt. Das sah vor, jedem FeM-Mitglied eine eigene kleine Homepage zur Verfügung zu stellen, wo sie sich vorstellen können. Find ich voll interessant. Was ist daraus geworden?
- Das Portal-Team gab es schon länger, jetzt aber wurde das Studentenportal Ilmenau (sPi) veröffentlicht. Das Portal erreichte bereits in diesem Jahr mehr als 2000 Nutzer!
- Einige weitere Projekte wurden an den Start gebracht. Einige davon dürften uns noch bekannt sein, wie Roboter und Streaming.
- Irgendwas machen wir heute falsch... 2002 hatte die FeM einen Praktikanten! Nein, eigentlich sogar zwei!
- Seit 2003 hat die FeM ihren eigenen Datenschutzbeauftragten.
- Die SM9 wird endgültig ans FeM-Net angeschlossen.
- Es scheint sogar schon einmal eine Art iSTUFF-Sendeschleife gegeben zu haben.
- FiWaK wurde ins Leben gerufen. Daran war sogar der Katastrophenschutz beteiligt. Leider hat das Wetter damals nicht mitgespielt und das erste FiWaK musste wegen Waldbrandgefahr abgesagt werden.
- 2003 war die FeM auch international unterwegs. Denn es ergab sich eine Kooperation mit dem rumänischen Studentennetzwerk StudIT
- Auch das CJD wird ans FeM-Netz angeschlossen.
- 2004 ging's beim FiWaK nach Elgersburg.
- Das Office wurde renoviert und grundlegend vergrößert, aber auch verschönert!
- Das Antivirenteam war erfolgreich im Einsatz und hat sogar bis dato unbekannte Viren im System entdeckt
- Der Traum aller Frauen geht auch für die FeM in Erfüllung: die erste Kreditkarte wird angeschafft.
- Außerdem wurde das Office richtig wohnlich eingerichtet. Sogar die Anschaffung von Geschirr wird im Rechenschaftsbericht erwähnt

- Die Unterstützung des Chaos Computer Clubs lief an. So wurden viele Vorträge auf dem 22c3 aufgezeichnet.
- Während der ISWI 2005 wurde vom VJ-Team das L.i.g.h.t.-Projekt durchgeführt. Da gab's Videokunst vom Feinsten in der Fischerhütte!
- Das Studentennetztreffen 2005 fand diesmal in Ilmenau statt. Auch 2012 könnten wir es wieder nach Ilmenau holen.
- Die Mitgliederzahlen knacken erstmalig die 2000er-Marke
- iSTUFF wurde in die FeM integriert... zumindest wurde es versucht
Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es bald klappt 
- Im Office gab es neue Stühle. Die waren auch dringend notwendig. Sie hätten den IKEA-Test vermutlich nicht bestanden...
- Die Campus-WM 2006 war auch für die FeM von großer Bedeutung.
- Die Sonne erstrahlte zum ersten Mal.
- Die FeM wird 10!
- sPiTV wird ins sPi integriert und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit.
- Wir sind bei der Langen Nacht der Technik mit dabei.
- "FeM" und "iSTUFF" werden Marken!
- Telly, unser liebes iSTUFF-Maskottchen, hat seinen ersten Auftritt.
- Es werden kleinere Veränderungen am sPi vorgenommen.
- Pergon feiert 10-jähriges Bestehen!
- Der FeM-Adventskalender versteckt hinter jedem Türchen eine FeM-Überraschung.
- Das Streaming-Team war beim Seifenkistenrennen in Artern dabei.
- Projekt Tooltime arbeitet am Kamera-Remote-Head.
- Durch das 27c3 erhielt die FeM einen riesigen Betrag an Spenden. Auch hier nochmal Danke! an alle Spender.
- Die FeM startet das experimentelle Fernsehen via DVB-T.
- Bei der Langen Nacht der Technik ist die FeM gleich mit mehreren Ressorts und Projekten am Start!
- Wir haben jetzt auch einen FeM-Shop.
- 15 Jahre iSTUFF! Für unsere Freunde vom hsf: iSTUFF heißt Ilmenauer Studentenfernsehfunk
Dazu wurde auch jede Menge neue Kameratechnik angeschafft. - Gerade im Bereich Social Media hat sich bei der FeM so einiges getan. Wir haben jetzt sogar unsere eigene Facebook-Fanseite. Endlich!
- Neben dem iWUT nimmt das Streaming-Team am IFC in Dresden statt. In Sachen Unihockey-Streaming macht uns keiner mehr was vor, aber das nächste Mal muss ein Aufzug ran...
- Das art.on.wires-Festival war auch wieder mehr als spektakulär!
- Wir machen jetzt öfter mal in WLAN!
- Schon was von HimmelblauTV gehört? Der neue Star am Ilmenauer Fernsehhimmel!
Alle Angaben ohne Gewähr
Tja, und jetzt im Jahr 2012? Da steht für die FeM noch immer so einiges an. Unsere Ressorts und Projekte haben alle Hände voll zu tun. Und dann auch noch der 15. FeM-Geburtstag... Das Marketing-Team hat sich auch dieses Jahr wieder viele Gedanken gemacht und so erwartet uns nachher ein tolles Grillfest mit Burgern, Schaschlik, Maiskolben und vielen anderen Leckereien. Gefeiert wird vor dem FeM-Office. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter gut wird.
Jetzt kann auf die beste FeM aller Zeiten angestoßen werden! Auf die nächsten 15, 30, 60 Jahre! Happy Birthday!
Ihr habt Anekdoten aus 15 Jahren FeM zu erzählen? Dann postet sie doch einfach als Kommentar. Wir würden uns freuen!
Samstag, 25. Februar 2012
Die WLAN Wolke braut sich zusammen...
technik@fem.tu-ilmenau.de
Donnerstags in ungeraden Wochen
20:30 im FeM-Office
(Haus L, Keller 6d)
Zwei Jahre arbeiten wir nun schon am FeM-WLAN und ihr fragt euch sicherlich, wann ihr es endlich nutzen könnt.
Nun, wir waren nicht untätig, aber die verfügbare Technik erschien uns für unseren Zweck als noch nicht geeignet.
So haben wir in der Zeit zwei kommerzielle Komplettsysteme anhand von Teststellungen evaluiert und verworfen. Außerdem wurden vier weitere Systeme mit Standardhardware aber eigener, angepasster Software (Selbstbaulösung) evaluiert sowie die Verwaltungssoftware auf einen neues Fundament gestellt und für den Betrieb des FeM-WLANs vorbereitet. Bei den kommerziellen Systemen waren Bugs, fehlende Features und mangelnde Stabilität ausschlaggebend, bei unseren Selbstbaulösungen Performanzprobleme.
Aktuell arbeiten wir mit Freescale P1020E-WLAN Geräten und speziell angepasstem OpenWRT. Diese Geräte lieferten in ersten Tests eine zufriedenstellende Geschwindigkeit, bieten hervorragende Linux–Unterstützung und zehn Jahre Verfügbarkeitsgarantie. Ich bin zuversichtlich, dass wir damit im kommenden Sommersemester den ersten Block mit WLAN versorgen können.
Montag, 2. Januar 2012
28C3: Review (englisch version)
By wide request of the crowd here is a translation of the 28C3 review article.
It is done already. After two months of preparation, 13 people attending the 28C3 and others outside have done the streaming & recording of the 28C3. The 97 events were streamed in 7 different formats, with 27 concurrent streams in total and distributed by 39 relay servers. HTTP live streaming alone generated more than 10 TBytes of traffic. The raw video data takes about 1.8 TBytes on our harddisks.
Day 1
In beginning of the first day streaming was characterized by problems with the network outside the BCC, which also created the most traffic for our support tickets during the whole 28C3. The network problems were caused by dropped peerings. As the network had different uplinks, some of them happend to get disconnected by incomplete routing tables. It was fixed, at least for us, by the NOC by assigning our subnet to a stable uplink. As we never encountered that problem again on the C3, the stream went outside the bcc without any further problems.
We also had to explain why the HTTP Live Streaming, a new service this year, did not work on some devices and media players: Except from products from apple and the VLC-1.2pre release, no player/browser supports that format, maybe because it is relatively new. But with its architecture it was really simple to generate additional playlists and reuse the live streaming snippets for on-demand streaming.
Day 2
On day 2 we have started with the release process and were really productive from the beginning, so we were able to release some recordings two hours after the end of an event as torrent file, a personal record. This worked pretty well until the end of the congress, at the end we released all audio files before we left Berlin.
Also some script kiddies had some fun and kept our streams overview site from working with a lot of concurrent connections. Unfortunately this was bad timing, as both of the webmasters were outside of the bcc, grabing something to eat and only had their voice mail answering us. When one of them finally got back to our VOC, he found over 17 Gbytes of error log, which he archived instantly to /dev/null. After some webserver configuration tweaks the page was back online, performing well. For the remaining time of the congress it didn't cause any more problems.
A nice piece of our infrastructure is the slides-only stream, displaying slide snapshots at maximum rate of 2 per second, which is also available while other streams show the pause screen. So it happened between two lectures that a blue screen was displayed for several minutes - we actually stream everything.
Day 3
During a C3 it is usually quite warm in the VOC, because we are door to door with the server room and because of being on the highest floor of the bcc, the warm air is coming upwards to us. On day 1 and 2 it was still comfortable, but on day 3 the temperatures were rising. One of our H.264 encoders did not like that. As a first countermeasure we removed the cases of the Shuttle Barebones and moved our ventilator from the VOC to the service room to increase the air flow. This caused a cooldown of the encoders by 12°C, but did not solve the actual problem. After some investigations we suspected the HDD of doing nasty things, replacing it however solved the problem for the remaing congress.
Furthermore on day 3: the traditional fefe peak! The "Fnord-Jahresrückblick", one of the usually most awaited lectures, brought us a peak of at least 3.500 clients watching the streams of Saal 1 concurrently. Sumed up with the other lectures there were at least 4.100 clients watching the streams at this time (again personal record!).
At the end of the day we did some hands-on during the concert. We wanted to contribute our experiences with cameras and live video mixing to get some motion into the video, which can be essential for a concert.
Our Setup
There were some modifications to the setup during the congress. We extended our streaming with additional formats, some of them planned before and some of them spontaneously. At the beginning of the congress we were streaming in WMV, H.264 via RTMP, HTTP Live Streaming (H.264 in MPEG-TS) and slides-only. Additionally the streaming team of CCCamp2011 set up some infrastructure for Ogg/Theora that was fed with our signals. Later there was an audio-only Ogg/Vorbis stream that was embedded in the webpages of the slides-only stream. One of the spontaneously evolving streaming formats was the ASCII stream, playable via telnet client, that was on top of the wish list in the 28C3 event wiki.
There were quite some ressources necessary for monitoring all the signals and servers. The visual monitoring of the video signals from Saal 1 to 3 was done with 6 SDI CRT monitors being placed in the VOC. For relaying the RTMP streams we used a small tool called crtmpserver, which had the bad habit of stopping distribution when there was no connection to the stream source, which could only be fixed by restarting the daemon. To get aware of such situations, a dedicated laptop showed a webpage with all RTMP streams from all relay servers simultaneously. The 36 flash players in total consumed so much CPU power that the streams degraded to slide shows, but it was just enough for monitoring. For RTMP distribution the original plan consisted of a mix of erlyvideo and crtmpserver, but during 28C3 we migrated all relay servers to use crtmpserver since this software showed a much better performance than erlyvideo did in 2010. Only the relay for the "No Nerd Left Behind" stations was left running erlyvideo, since the number of clients was low enough to benefit from the uninterrupted delivery that erlyvideo can provide.
In the meantime our infrastructure was partially setup again in Ilmenau to complete the encoding of the remaining files. These should be all available by now via FTP, HTTP and Torrent. See Documentation page in the event wiki.
We love Cats
In the night between day 3 and 4 we were streaming the nyan cat to make some important latency tests (the nyan cat page shows a seconds counter) and reached a score of 33'904.9 seconds. The stream was distributed via DVB-T to the TV sets in the BCC as well and was playing through the night (partially with audio) which cheered some people up. It was noted in the subsequent Q&A session that FeM supports "No Cat Left Behind". By the way: no animals were harmed during the test. (But maybe some humans)
Feedback and support requests
Our main purpose was the streaming and recording of the events, but we also got some slightly unrelated requests. E.g. we got calls from people which needed some special cables. And we got endless questions about the track which was played between the events. For everyone who still doesn't know: it's "Machine Lullaby" by "Fear of Ghosts". The question why $player does not support HTTP Live Streaming was answered already. Most problem reports about non-working streams were not as easy to answer as the reporter may have thought it would be (see stats in the beginning of this article to get an idea about it). Sometimes it was just a bad connection or route on the client side. Or the bad idea of watching streams and leaching files simultaneously.
But we did not only receive support requests.
Especially some comments of viewers, which let us smile: "Internet works. WLAN works. Streaming works. How shall we develop a congress feeling with that setting?c3streamingc3infodesk No, you're great!"
Many Thanks
We would like to thank a few organizations, which made it possible to build and use this year's streaming and recording infrastructure. In specific: ErgoDATA GmbH, Selfnet e.V., ATekoN e.V., Hetzner AG, 1HE-Server.com, the TU Ilmenau - notably the computing department and their chief network technician, the Institut für Medientechnik and the room equipment team - and others, not named specifically.
Also thanks to the CCC for running this well organized event, the FOOD team for not letting us die of starvation, the NOC team for their tremendous work, the guys from BCC technical services for helping us anytime and Nick Farr for entertainment and Club-Mate.
We also want to thank all those who were pointing out problems while we were busy with streaming and solving occurring problems. We always tried to monitor everything, but did not always had the time to watch, so it would not be possible without external help.
And we thank all we've forgotten to mention, all speakers and all viewers outside on the internet. See you probably at 29C3, whereever it will take place.
If you liked our work, you may consider to thank us with a small donation.
Dienstag, 27. Dezember 2011
28C3: Rückblick
Schon wieder ist es erst einmal vorbei. Nach zwei Monaten Vorbereitungszeit haben es 13 Leute vor Ort und weitere Helfer geschafft, das Streaming & Recording des 28C3 zu stemmen. Bei den 97 gestreamten Veranstaltungen, welche in sieben verschiedenen Formaten übertragen wurden, fielen nicht nur 27 Streams gleichzeitig an, welche durch 39 Server verteilt wurden, sondern auch allein an HTTP-Traffic kamen ca. 10 TByte zusammen. Die Aufnahmen aller Veranstaltungen nehmen außerdem übrigens ca. 1,8TB an rohen Videodaten (DV) in Anspruch.
Tag 1
Der Beginn des Streamings am ersten Tag war durch Probleme mit dem Netzwerk geprägt und verursachte auch das meiste Aufkommen an Supportarbeit während des C3. Die Netzprobleme hatten ihren Ursprung in einem wegfallenden Peering nach außen. Da der Netzplan des NOC mehrere Uplinks vorsah, kam es vor, dass wir ab und zu diesem wegfallenden Peering zugeordnet waren. Gefixt wurde das Problem, zumindest für uns, durch feste Bindung unseres Subnetzes an ein stabiles Peering. Während des Restes des C3 konnten wir danach keine weiteren derartigen Probleme ausmachen.
Weiterhin mussten wir oftmals erklären, warum das HTTP-Streaming (neu in diesem Jahr) bei einigen Leuten nicht oder nicht richtig funktionierte. Dies lag meist einfach daran, dass außer Apple-Produkten und dem VLC-1.2pre dieses Format von keinem Browser oder Videoplayer richtig unterstützt wird und daher auch (noch) relativ unbekannt ist. Anhand der Videoschnipsel und zusätzlich generierten Playlisten war es uns möglich, ein on-demand HTTP-Live-Streaming anzubieten.
Tag 2
Am Tag 2 konnte der Release-Prozess von uns gestartet werden und war auch sehr produktiv, was man unter anderem daran merkte, dass Videos schon zwei Stunden nach Ende des Vortrages als Torrent veröffentlicht wurden. Dies funktionierte auch durchgehend bis zum Ende des Kongresses gut, so dass wir zumindest Audio bereits komplett fertig released hatten, als wir Berlin verließen.
Spaß hatten wir auch mit ein paar Scriptkiddies, welche die Übersichtsseite der Streams durch "einige" gleichzeitige Verbindungen lahm gelegt haben. Und der Zeitpunkt war günstig gewählt, da beide Administratoren gerade extern Essen waren und nur die Mailbox mit uns reden wollte. Als dann endlich wieder einer Anwesend war, stellte er schnell fest, dass der Errorlog bereits 17 Gbyte überschritten hatte, welche erstmal in /dev/null archiviert wurden. Die Konfiguration des Webservers wurde daraufhin angepasst und kam danach besser mit den Anfragen klar, der Rest des Kongresses verlief ohne weitere Probleme in dieser Richtung.
Eine schöne Sache an unserer Infrastruktur ist ja der Slides-Only-Stream, welcher auch die Bilder des Beamers abgreift, wenn auf den anderen Streams nur das Pausenbild eingeblendet wird. So ergab sich während einer Pause, dass das Bild eines Bluescreens für mehrere Minuten sichtbar war - wir streamen halt alles.
Tag 3
Für gewöhnlich ist es ja recht warm bei uns im Video Operation Center (VOC), da die ganzen Server dort stehen und die entsprechende Tür regelmäßig geöffnet wird. Zusätzlich zieht natürlich auch die ganze warme Luft des bcc zu uns hoch. An den ersten zwei Tagen ging das noch gut und es war eine angenehme Temperatur. Am dritten Tag jedoch, wurde es langsam wärmer, so dass irgendwann einer unserer H.264-Encoder ein Problem damit hatte. Zuerst entfernten wir das Gehäuse und verlegten den Ventilator aus dem VOC direkt in den Betriebsraum, um die Luftzirkulation zu verbessern. Alles dies brachte zwar immerhin eine Temperaturreduktion von 12°C, half jedoch nicht das Problem zu beseitigen und es stellte sich heraus, dass die Festplatte vermutlich am sterben war. Ein Austausch der Festplatte löste das Problem jedenfalls bis zum Ende des Kongresses.
Außerdem am Tag 3: Der schon fast traditionelle fefe-Peak! Der wohl meist erwartete Vortrag, "Fnord-Jahresrückblick", war in der Spitze mit ca. 3.500 Zuschauer gleichzeitig in Saal eins gesegnet. Zusammen mit den anderen beiden Sälen haben wir zu diesem Zeitpunkt insgesamt ca. 4.100 Zuschauer gleichzeitig bedient.
Zum Schluss des Tages haben wir beim Konzert auch mal selbst Hand angelegt. Wir wollten unsere Erfahrung im Umgang mit den Kameras und dem Videomischer auch einmal einbringen - immerhin beschäftigen wir uns im Verein schon jahrelang damit - und ein Konzert lebt schließlich auch von Dynamik, welche nicht ganz so einfach zu handhaben ist, wenn die Erfahrung für solche Situationen fehlt.
Setup
Am Setup hat sich im Laufe der Tage auch ein bischen was geändert. Wir haben zusätzliche Formate hinzu genommen (geplante und ungeplante) und damit natürlich auch zusätzliche Streams betreuen müssen. Zuerst sind wir mit WMV-, H.264 via RTMP-, HTTP- und Slides-Only-Stream gestartet. Zusätzlich wurde am Tag 1 vom Streaming-Team des CCCamp2011 eine Infrastruktur für OGG/Theora hingestellt, welche mit unserem Signal befüllt wurde. Als Weiteres kam dann der Audio-Only-Stream hinzu, welcher auch direkt auf den Slides-Only-Stream-Seiten eingebaut wurde. Aber auch spontane Ideen, wie einen ASCii-Stream via telnet anzubieten (aus der Wunschliste des 28C3-Kongresswikis), konnten wir umsetzen.
Das Monitoring betrieben wir über sechs SDI Monitore, welche jeweils alle Signale von Saal 1 bis 3 Live im VOC zeigten. Außerdem haben wir einen RTMP-Check über einen Laptop gefahren, der die Signale aller 12 RTMP-Server gleichzeitig angezeigt hat. Damit konnten wir prüfen ob noch alle 36 Signale im Netz verfügbar waren. Die Anwendung selbst war nicht trivial, da alles Flashplayer waren und CPU und RAM damit entsprechend gut ausgelastet waren. Der verwendete Crtmpserver - zum Verteilen der RTMP Signale - hatte die Angewohnheit, bei Signalverlust zum Encoder kein Bild mehr auszuliefern und musste deshalb im Zweifelsfall neugestartet werden. Ursprünglich hatten wir ja ein Setup mit einer Mischung aus Erlyvideo und Crtmpserver geplant. Diese wurde allerdings während des 28C3 schrittweise fast komplett auf Crtmpserver umgestellt, da dieser besser skalierte als die Erlyvideo-Variante, die wir bereits 2010 verwendet haben. Einzig ein Erlyvideo-Verteiler blieb aufgrund der Laufzeitstabilität übrig, welcher die Streams für die "No Nerd Left Behind" auslieferte.
Die Infrastruktur wurde gerade teilweise wieder aufgebaut und wird in der nächsten Zeit den Rest des Materials encodieren. So sollten die restlichen Formate und fehlenden Vorträge bald online sein. Einiges wird ein wenig länger dauern, da diese noch manuell nachbearbeitet werden müssen und speziell über Silvester niemand von uns so wirklich Lust hat sich dran zu setzen.
Katzen
Übrigens haben wir in der Nacht von Tag 3 auf 4 für Latenztests die Nyancat laufen lassen (Gesamt: 33904.9 Sekunden). Dies wurde auch über die DVB-T Bildschirme im BCC ausgestrahlt und lief dort durchaus mit Ton die Nacht durch
und erfreute sich großer Beliebtheit. In der anschließenden Q/A-Runde im IRC wurde dann auch festgestellt, dass FeM die Aktion "No Cat Left Behind" unterstützt. Bei der Aktion wurden im übrigen keine Tiere verletzt.
Support
Auch wenn wir eigentlich nur für das Streaming und Recording zuständig sind, bekamen wir öfters Anfragen, welche eigentlich nichts mit dieser Arbeit zu tun haben. So wurden wir angerufen, wenn Leute bspw. mal ein Kabel brauchten. Außerdem hatten wir unzählige Anfragen, nach dem Track, welcher zwischen den Vorträgen abgespielt wurde. Wer den noch immer sucht dem sei es nun gesagt: "Machine Lullaby" von "Fear of Ghosts". Die Frage warum $Player das HTTP-Live-Streaming nicht unterstützt, haben wir ja oben schon einmal erwähnt. Ein Hinweis auf einen nicht funktionierenden Stream war nicht so trivial nachzuvollziehen, da es pro Saal neun verschiedene Streams gab, welche über mehrere Server verteilt ausgeliefert wurden. Manchmal lag es aber auch an der eigenen Verbindung der Anfragenden bzw. einer schlechten Route.
Aber nicht nur Supportanfragen haben uns erreicht.
Auch Dank der Zuschauer und Kommentare, welche uns zum Schmunzeln brachten: "Internet tut. WLAN tut. Streaming tut. Wie soll denn da Congressfeeling aufkommen?c3streamingc3infodesk Nein, ihr seid spitze!" ![]()
Dank
Abschließend möchten wir uns natürlich noch bei einigen Institutionen bedanken, welche es möglich gemacht haben die Infrastruktur aufzubauen bzw. zu benutzen. Dies wären: ErgoDATA GmbH, Selfnet e.V., ATekoN e.V., Hetzner AG, 1HE-Server.com, die TU Ilmenau - insbesondere das Rechenzentrum und dessen Cheftechniker, dem Institut für Medientechnik und der Hörsaaltechnik - und Andere, welche nicht näher genannt werden wollen.
Wir möchten uns aber auch bei all denjenigen bedanken, die uns auf Fehler während der Übertragung oder sonstige Probleme aufmerksam gemacht haben. Wir versuchen zwar alles selbst zu überwachen, aber es ist halt manchmal aufgrund anderer Aufgaben schlichtweg nicht machbar.
Montag, 26. Dezember 2011
Tag 0 - ruhiges Fahrwasser
Jedes Jahr der selbe Spaß, mitten in der Weihnachtszeit finden sich am 26. Dezember gegen 8 Uhr morgens einige FeMies zusammen, um sich gemeinsam ein paar "erholsame" Tage in Berlin zu gönnen. Fast alle erschienen diesmal sogar pünktlich. Die Anderen hatten bereits letzte Nacht zu wenig Schlaf und kamen, grob nach den Zeiten der vergangenen Jahre abgeschätzt, zu spät, da wir bereits gegen neun mit dem Einladen fertig waren. Vorherige Kontaktversuche via Telefon scheiterten, da der Betroffene dies als Wecksignal betrachtete und uns dementsprechend einfach wegdrückte. Nachdem wir dann endlich los fuhren und gerade auf die Autobahn gefahren waren, bekamen wir auch schon einen Anruf vom Technik-Trapo, in welchem nachgefragt wurde, ob wir die T-Shirts mitgenommen hätten. Da dies keiner bei uns beantworten konnte, mussten wir diesbezüglich bis zur Ankunft in Berlin im Ungewissen bleiben. Zum Glück waren sie dabei, ansonsten könnten wir unsere diesjährigen Eventshirts nicht auf dem Event präsentieren.
Traditionell holten wir eines unserer Mitglieder aus der Nähe von Leipzig ab. Da dieses jedoch nicht auf sein Handy reagierte und nur die Mailbox antwortete, entschieden wir uns direkt zu klingeln. Seine Mutter antwortete leicht geschockt mit: "Oh, der liegt noch im Bett.", als wir nach ihm fragten. Ernüchterung machte sich breit, da der Zeitvorsprung zu den vergangenen Jahren doch wieder zu schrumpfen begann. Nachdem wir ca. eine halbe Stunde gewartet hatten, stieß er endlich zu uns und wir konnten ohne weitere Stops die Fahrt fortsetzen.
Endlich im BCC angekommen mussten wir am Technik-Trapo feststellen, dass dort bereits fleißig gewerkelt wurde und er schon leer war. Wirklich unglücklich waren wir über diese nicht geteilte Arbeit nicht. Die Technik wurde nun auf die drei Säle verteilt und gemäß Schaltplan verkabelt. Dies funktionierte auch bis auf zwei Defekte Kabel ganz gut und war relativ schnell erledigt. Überhaupt ging die Verkabelung heute schnell von statten, sodass wir bereits gegen 19 Uhr die ersten funktionierenden Streams hatten. So schnell waren wir bisher noch nie fertig und so nutzten wir die Chance, den Aufbau vor Ort nochmals durchzutesten. Es bestand auch wesentlich mehr Zeit die kleinen, bisher noch unfertigen Dinge, wie z. Bsp. die Streaming-Webseiten, fertig zu stellen. Im VOC hatten wir viel Spaß und erfreuten uns an Aussagen wie: "Ich dachte eigentlich, dass richtige Image gelöscht zu haben.", nachdem die Nagios-VM irgendwie einen Stand vom 9. Dezember erreicht hatte. Ein bisschen Action darf halt nicht fehlen, ebenso wenig wie ein paar defekte Geräte. Dieses Jahr wurde der Wasserkocher beim Transport entschärft. Die Kreuzschiene vom letzten Jahr konnte uns diesmal zumindest zum C3 nicht ärgern, da sie bereits vorher mit dem selben Fehler wie letztes Jahr wieder an den Hersteller geschickt wurde.
Es hat dieses Jahr mit der Planung erstaunlich gut geklappt. Kaum Probleme und im VOC haben wir diesmal sogar ausreichend Platz zum Sitzen (die Planung dazu wurde Donnerstagnacht spontan in einer ca. 3-stündigen Diskussion über die verschiedensten Möglichkeiten, Ausmessen der Pläne und grobem Schätzen durchgeführt - es endete damit, dass wir uns Tische ausgeliehen und mit ins BCC gebracht haben, um den Raum optimal ausnutzen zu können, dass Ergebnis ist jedenfalls sehr angenehm). Unser VOC ist übrigens dieses Jahr mit 10 Gbit/s an das NOC angebunden.
Auch unser alljährlich abendliche Ausflug am Tag 0 zum Steakhaus durfte natürlich nicht fehlen. Dort stärkten wir uns, um den restlichen Abend weiter an unseren Baustellen zu arbeiten, denn natürlich ist die Arbeit damit noch nicht abgeschlossen, es müssen noch einige Dienste eingerichtet werden, an das Netz angepasst und im kompletten Aufbau getestet werden. Wir wollen zumindest sicher sein, dass die Signale überall dorthin kommen, wo sie auch hin sollen. Am Ende sollen die Slides-Only-, H264-, WMV-, HTTP- und Audiostreams laufen sowie die Signale für die OGG/Theora-Streams und DVB-T bereitstehen, damit sie von den entsprechenden Teams abgegriffen werden können. Für euch soll also eine große Bandbreite an verfügbaren Formaten zur Verfügung stehen. So endet ein ruhiger Tag 0 mit Fehlerbehebungen und Verbesserungen, welche wir derzeit noch durchführen. Viel wird nicht mehr passieren, deshalb ist der Eintrag für heute zu Ende und morgen geht es dann endlich los. Wir werden sehen, was die Vorarbeit gebracht hat.
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Vorbereitungen zum 28C3 Streaming
Es sind noch 5 Tage bis wir in Berlin aufbauen, deshalb ein kleiner Bericht zur Vorbereitung für euch.
Dieses Jahr läuft es auch erstaunlich gut, was die Vorbereitungen betrifft. Unsere Pipeline steht und funktioniert wie gewünscht, genug Rechenpower vor Ort zum Encodieren der Videos ist auch vorhanden. Wir haben also hoffentlich von Tag 0 an alles bereit und können, wenn nichts mehr schief geht schon ab dem ersten Tag releasen. Zum Vergleich: letztes Jahr hatten wir diesen Stand erst an Tag 4 erreicht. Dies liegt vermutlich daran, dass wir unsere Setup von Jahr zu Jahr verbessern, aber auch daran, dass wir zur Vorbereitung dieses Jahr das iWUT (Ilmenauer Weihnachts Unihockey Turnier) genutzt haben und dort einen ganz ähnlichen Aufbau verwendet haben.
Neu dieses Jahr wird HTTP Live Streaming sein, welches den Stream in 8 Sekunden lange Teile segmentiert und über eine Playlist anbietet. Unterstützt wird dieses Verfahren von iPhone und co., Mac OS X ab 10.6 und VLC ab Version 1.2. Andere Player spielen dies zwar auch ab, laden aber die Liste im Hintergrund nicht nach, so dass es etwas stocken könnte, bzw nach Ablauf der Playlist zuende ist.
Dieses Jahr wird fast alles über SDI gemacht und der Weg fortgeführt, den wir letztes Jahr eingeschlagen haben. Vor nichtmal einem Monat haben wir drei neue Digital-Kameras angeschafft, wodurch wir von der Quelle bis zur Aufzeichnung für Saal1 komplett digital arbeiten. In den anderen beiden Sälen wird hinter den Analog-Kameras ein A/D-Wandler geschalten, so dass ab diesem ebenfalls alles über SDI läuft. Dazu passend, haben wir inzwischen auch genug SDI-Monitore, um die Bilder alle abgreifen zu können. Dies wird zwar zu etwas mehr Platzbedarf in der Regie führen, dafür sollte es mit der uns verfügbaren Technik aber die beste Bildqualität bieten.
Konferenzraum mit AV-Testsystem
Durch dieses kleine Kabel müssen die 8Gbit
So langsam ist auch alles lokal vorbereitet - die Technik, welche während des C3 in Ilmenau bleibt, ist verbaut. Gerade haben wir einige Server im NSP0 (der Serverraum im Rechenzentrum, welcher direkt am Uplink nach außen hängt) abgeladen. Damit haben wir neben den 3 GBit/s an bestehender eigener Technik weitere 5x 1 GBit/s nach draußen allein durch das Uni RZ der TU Ilmenau. Ergänzt werden unsere Anstrengungen auch in diesem Jahr wieder durch weitere Unterstützer:
- Hetzner AG aus Nürnberg (5x EX4-Server mit je 1GBit/s als Sponsoring)
- ATekoN e.V. aus Braunschweig (1GBit/s)
- Selfnet e.V. aus Stuttgart (WMV Verteiler mit 1GBit/s)
- ErgoDATA, für die Leihgabe eines 10Gbit/s Switches
- 1HE-Server
- und weitere nicht genannte Unterstützer.
Wir können es kaum noch erwarten uns endlich in Berlin einzurichten...
Donnerstag, 6. Oktober 2011
FeM auf Abwegen - Ein Hausboot, 2 Tage, 13 Messehallen und gefühlte 3 Millionen Fahrräder
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Sonntag, 28. August 2011
Studentennetztreffen 2011 in Stuttgart (II)
Nach einer kurzen Pause betrat der Mann mit Hut, hadez, die Bühne. Hadez hat den Shackspace (Stuttgarter Hackspace) im Jahre 2009 mitgegründet und hat aus dieser Zeit und über deren Entwicklung berichtet. Nach weniger als 2 Jahren und einem zwischenzeitlichen Umzug in ein Gewerbeobjekt mit über 400qm Fläche wuchs die Mitgliederzahl von initial 23 auf weit über 100 an. Er erläuterte was es zu beachten gilt, wenn man einen solchen Hackspace aufziehen will.
Der Nachmittag stand im Zeichen von Sightseeing in der Stuttgarter Innenstadt. Der Verein Schutzbauten e.V. betreibt in Stuttgart viele Bunkeranlagen, welche der Bund nach dem Ende der Bedrohung durch den kalten Krieg abgestoßen hat. Der Tiefbunker wurde im zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker für mehrere Stunden geplant und besaß eine Kapazität von ca 2500 Plätzen. Während des kalten Krieges sollte dieser für längere, bis zu 14 Tage andauernde, Aufenthalte dienen und bot Platz für ca. 1200 Personen. Glücklicherweise wurde der Bunker allerdings nie genutzt. Lediglich nach dem Ende des 2. Weltkrieges beherbergte man dort mittel- und obdachlose Familien, deren Häuser und Wohnungen im Krieg zerstört wurden. Diese lebten dann bis zu 8 Jahre dort.
Nach der Führung führte uns unser Weg hinweg über Uni-Gelände zum Max-Kade-Haus, einem Wohnheim in der Stadt, welches vom Selfnet e.V. angebunden und betreut wird. Die Anbindung des Studentenwohnheimes außerhalb des eigentlich Einzugsgebietes des Vereins ergab sich in den Anfängen der Gründung als eine Art Bedingung seitens des Studentenwerkes. Das 15-stöckige Hochhaus bietet im obersten Stockwerk neben der tollen Aussicht über Stuttgart auch ein Studenten-Cafe/-Bar. Hier entstand auch das Gruppenfoto. Anschließend luden uns die Gastgeber zu einem leckeren Abendessen im "Brunnerz" ein.
Der Einladung von Hadez in den Shackspace folgten dann fast alle Teilnehmer noch und kamen so mit vielen Gleichgesinnten ins Gespräch. Neben einer Holz-/Metallwerkstatt, einem Elektronik-Labor beheimaten die Hacker auch ein Medienlabor (für Video- und Audiobearbeitung) und natürlich einen Serverraum, in dem vor allem die 24"-Schränke das Interesse einiger weckten. Gegen Mitternacht ging es dann mit U- und S-Bahn zurück zur Unterkunft, wo der Abend im NOC mit intensiven Gespräche über Datenbanken, den Brotfilm und anderen Nerd-Stuff endete...