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Dienstag, 12. Januar 2010
Die Funkwolke kommt...
technik@fem.tu-ilmenau.de
Donnerstags in ungeraden Wochen
20:30 im FeM-Office
(Haus L, Keller 6d)
Es ist sicherlich den Wenigsten verborgen geblieben, dass sich auf dem Campus immer mehr WLAN-fähige Geräte tummeln. Was liegt es da näher, als das Funknetz auch nach Zuhause ins Studentenwohnheim zu holen. Leider ist in den wenigsten Blöcken TUI-WLAN erreichbar, sodass viele Studenten auf kostenpflichtige Zusatzhardware angewiesen sind.
Das soll sich jetzt ändern.
Das FeM-Technikteam plant, die Wohnheime mit hochwertigem FeM-WLAN zu versorgen. Jedes FeM-Mitglied kann dieses dann zusätzlich zum kabelgebundenen Anschluss verwenden, auch dann, wenn er beispielsweise bei Freunden in einem anderen Wohnheimblock zu Besuch ist.
Wir brauchen also Helfer für...
- Entwurf
- Verkablung
- Montage
- Programmierung
- Tests
- Fehlersuche
Verkabelung | Hardwaremontage | Hardwaretests | Programmierung | Fehlersuche |
Dabei gibts
Erfolgserlebnisse zu sammeln | Arbeit im motiviertem Team |
Ihr könnt also unter anderem
- die Hardware auf Herz und Nieren testen um die Beste auszuwählen,
- eine moderen Weboberfläche für die Zugangsverwaltung entwickeln und
- günstige Antennenstandorte ausmessen.
Dienstag, 29. Dezember 2009
Fernsehsender zu Gast mit neuem Zuschauerrekord im Gepäck
Mit Netz klappt irgendwie alles viel besser. Nachdem die härtesten unserer Riege noch bis 6 Uhr gearbeitet hatten und auch die Crew des bcc die Uplinkprobleme scheinbar beheben konnte, lief das Streaming heute weitgehend problemlos. Einzig die Icecast Theora-Streams brachen regelmäßig zusammen und mussten von Hand neugestartet werden. Die oft genutzten wmv-Streams rannten aber förmlich. Nur vereinzelt kam es dort noch zu Ausfällen, welche auch immer schnell wieder behoben werden konnten. Die Stabilität der Streams führte dann auch dazu, dass wir einen neuen Zuschauerrekord verbuchen konnten. Im Maximum hatten wir mehr als 2600 wmv-Clients auf den Streams. Um solche Zuschauerzahlen auch bedienen zu können und keine Instabilitäten der Verfügbarkeit zu riskieren, haben wir uns dann auch dazu entschieden, keine Versuche mehr mit einem Zusatzangebot für niedrigere Bandbreiten zu starten. Zuschauer mit zu langsamen Internetanschlüssen müssen wir also auf die inoffziellen Mirror mit niedrigen Bandbreiten verweisen oder auf die Downloadreleases warten. Es tut uns Leid, aber bitte seht uns nach, dass wir jetzt keine Experimente mehr starten möchten.
Nun aber wieder zu den Ereignissen des heutigen Tages. Wie sicher viele mitbekommen haben, ist das Interesse der "breiten Öffentlichkeit" am CCC stetig gestiegen. Dies führt nicht nur dazu, dass Jahr um Jahr unser Zuschauerrekord gebrochen wird, sondern auch mehr und mehr Besucher das bcc stürmen. Kombitickets für den gesamten Congress sind nicht mehr zu bekommen und die Tagestickets für heute waren bereits um ca. 14 Uhr vergriffen. Wohlgemerkt, die Vorträge begannen erst um 11:30 Uhr.
Ein derartiges Interesse ruft nun natürlich auch das Fernsehen auf den Plan. Und so kam es heute, dass wir gleich zweimal Besuch in unserer Videoregie bekamen. Einmal von einem RBB-Team für Monitor und einmal von 3sat. Letztere erstellen eine allgemeine Dokumentation über den Chaos Computer Club, welche Ende 2010 gesendet werden soll. Und nachdem wir bei den Aufnahmen geschickt Productplacement großer Limonadenkonzerne verhinderten und den ein oder anderen FeM-Kuli platzieren konnten
Weiterhin konnten wir mit der gewonnenen Zeit, die wir heute nicht in die Fehlersuche oder Havariebewältigung investieren mussten etwas "Kundenbetreuung" realisieren. So wurden sowohl im in unserem Jabber-Multi-User-Chat, als auch über die Wikiseiten des 26C3 und im IRC Fragen beantwortet und aktuelle Informationen verbreitet. Das Zitat des Tages stammt übrigens auch aus einer dieser Quellen und soll euch hier natürlich nicht verborgen bleiben: Alle Verallgemeinerungen sind scheiße!
Auch das Encoding fertig geschnittener Vorträge konnte heute gestartet werden, so dass wir vor wenigen Minuten die ersten Releases ankündigen konnten. Morgen wird sich die zugehörige Wikiseite dann mehr und mehr füllen und wir sind zuversichtlich, unser angepeilte Bearbeitungsdauer von etwa 24h einhalten zu können.
Achja, bei nächster Gelegenheit gründen wir eine FeM-Dienstleistungs-GmbH, an die wir dann den Ello gegen viel Geld ausleihen. Wir hättens hier in unserer Videoregie schön ruhig, wenn nicht alle Nasen lang jemand zu einem OpenMoko Buzz-Fix antreten würde. Zeitweise wurden sogar Zeitslots vergeben um der Lage überhaupt Herr zu werden. Besonders lustig isses immer dann, wenn er den Lötkolben ansetzt und die Brille ab! Zweckentfremded wird zu diesen Arbeiten übrigens Floschs USB-Lampe, weil Ello seine Schreibtischlaterne vergessen hat.
Montag, 28. Dezember 2009
CHAOS im wahrsten Sinne des Wortes
Gemäß dem lieben Herrn Murphy ging heute am Tag 1 natürlich alles schief, was nur schief gehen konnte. Angefangen bei unregelmäßigen Uplinkausfällen, über nicht nachvollziehbare Ruckelprobleme, bis hin zu Switches, die erst nach einem harten Neustart wieder wissen, dass sie ein Switch sind.
Von den Hauptproblemen mit dem Uplink werden alle Stream-Zuschauer sicher ein Lied singen können. Ein zuverlässiger Stream war damit leider nicht zu realisieren. Und auch im bcc intern lief der Stream nicht rund. Um diesen Traffic nicht auch noch auf dem Internetstream zu haben, haben wir für die Streaming-Zuschauer hier vor Ort einen internen Verteilserver eingerichtet. Dieser erzeugte jedoch in nichtdeterministischen Abständen einen ruckelnden Stream für den ein oder anderen. Selbst für uns, die wir 3m daneben saßen sehr unerklärlich, da es auf einem Rechner ruckelte und auf einem anderen widerrum nicht. Nach einer kleinen Umzugsaktion in den Betriebsraum zu seinen Artgenossen konnte dieser Effekt dann jedoch vermindert werden. An welchem Sonnenwind die Probleme lagen, werden wir aber wohl nie erfahren.
Weiterhin hatten wir eigentlich damit begonnen, zwei verschiedene Bandbreiten für die Streams anzubieten, um auch Zuschauern hinter einer langsameren Internetverbindung eine Alternative bieten zu können. Da dies jedoch mehr Probleme und Instabilitäten machte, als es Nutzen brachte, haben wir uns nach der ersten Vortragsreihe entschieden, den Stream mit niedriger Bandbreite abzuschalten und die Bandbreite des anderen Streams danach auf ca. 1-1.2Mbit/s zu senken. Da sich mitlerweile einige Freiwillige gefunden haben, die die wmv-Streams selbst runtergerechnet anbieten, gibt es aber trotzdem Alternativen für Leute mit langsamer Anbindung.
Gegen Abend hatten sich die Probleme dann weitgehend gelegt und wir konnten neben dem troubleshooting auch zur allgemeinen Nachbearbeitung der Aufzeichnungen übergehen. Das Ganze dann aber auch nur, bis es Mitternacht mit dem "Chaos Familien Duell" losgehen sollte. Dieses fand im Saal 1 statt und sollte gleichzeitig in den Saal 2 gestreamt werden und dort möglichst noch live gedolmetscht werden. Problem war nur, dass der vorherige Vortrag bis zehn nach 12 dauerte und ein entsprechender Aufbau dann zu lange gedauert hätte. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, brach dann auch wieder der Uplink zusammen.
Eigentlich kann morgen nur alles besser werden. Nachdem wir soweit alles vorbereitet haben um mit Netz wieder an der Einrichtung der Streams arbeiten zu können geht der Großteil von uns nun erstmal schlafen. Gute Nacht!
Sonntag, 27. Dezember 2009
Der Vergesslichkeit Tribut gezollt und trotzdem alles aufgebaut!
Der Weg führte uns nun also über die A71, die A4 und die A9 - auf der Flosch dann auch feststellte, dass der Mietwagen über einen sechsten Vorwärtsgang verfügt - erst einmal nach Göbschelwitz. Hier musste nämlich der Vorstand unseres Vertrauens direkt am zugefrorenen Dorfteich abgeholt werden. Und bei ihm zu Hause haben wir als FeM-Vertreter dann auch einmal das getan, was er sonst immer im FeM-Office erledigt: Wir haben seine Toilette belegt!
Erleichtert, frisch, fromm, fröhlich und frei konnten wir danach unsere Reise nach Berlin fortsetzen. Reibungslos kamen wir bis nach Berlin und auch super hindurch, so dass wir ca. 12:30Uhr am bcc vorfuhren. Und das - durch unseren Zwischenstopp - nur Minuten vor unserem Transporter. Und ab diesem Zeitpunkt war eines klar: Das eigens für diesen Anreisetag besorgte Essen steht noch in Ilmenau! Der Super-Gau, wenn man betrachtet, dass alle gegen halb oder um sieben aufgestanden waren und das Essen von einigen bereits sehnsüchtig erwartet wurde.
Nunja, da Wehmut bekanntlich nichts hilft und wir wegen weiteren Anlieferungen auch schnellstmöglich den Ladebereich des bcc wieder räumen mussten, gingen wir erst einmal zum Entladen und Hochtragen über. Dank eines Rollcontainers und Lastenaufzugs gestaltete sich der Vorgang jedoch sehr flüssig und kraftsparend für alle Beteiligten. Somit konnten wir gegen 13:30-14:00Uhr dann auch ad-hoc zum Aufbau der Regie, des Betriebsraumes und der Säle übergehen. Essen war ja nix da.
Durch die sehr gute personelle Versorgung dieses Jahr, konnten wir diese Aufgaben nahezu parallelisieren. Es klappte sogar so gut, dass sich langweilende Externe, welche uns ihre Hilfe beim Aufbau anboten, nicht immer integriert werden konnten, weil einfach keine Aufgabe für sie zu finden war.
Der rein technische Aufbau war dank der vielen Hände recht zügig realisiert, die Einrichtung der ganzen Technik dauerte dann jedoch seine Zeit. Da sich derartige Aufgaben nun aber nicht auf viele Schultern verteilen lassen - Stichwort: Viele Köche und Brei - kam es zu einigen Stilblüten, die wir euch hier natürlich nicht alle vorenthalten wollen.
- Der Deckel der Kaffeemaschine heißt jetzt: "Dings", weil Mehdorn den ganzen Tag nur nach dem Dings suchte.
- Torx8 ist nicht Torx6, oder umgedreht!
- "Und wo kommt die ganze Technik her? Ich meine, das kann ja nicht alles von euch sein."
- "Dieses Jahr sind das mindestens Hexacopter, Quattrocopter sind out!"
- "Wer legt die Wikiseite für die 'schlechtesten Deine-Mutter-Sprüche des CCC' an?" direkt drauf: "Deine Mutter!"
- "Das jetzt nichts funktioniert ist mir eigentlich auch egal..."
Da sich um 19 Uhr doch so langsam bei allen etwas Hunger regte, reservierten wir für 22:30Uhr einen Tisch im Steakhouse Escados. Mittlerweile wird ein Besuch dort am Abend vor der Eröffnung des Congresses schon fast zur Tradition. Die Arbeiten für diesen Termin zu unterbrechen gestaltete sich dann jedoch fast schwieriger als gedacht. Da immer wieder mal hier mal da etwas eingestellt werden musste, was alle Personen im Haus verteilte, oder Dinge gerade in finaler Bearbeitung waren und somit nicht unterbrochen werden konnten, kamen wir erst zehn vor halb elf aus dem bcc. Zum Glück befand sich das Restaurant nur quer über Alexanderplatz. Lecker war's!
Inzwischen wurde übrigens der Kassenschalter eröffnet, was zu einem spontanen Flashmob in Form einer nicht enden wollenden Schlange von Personen kreuz und quer durchs bcc führte. Schon beeindruckend, wo die ganzen Leute plötzlich herkamen.
Pünktlich Mitternacht, leider um zwei Personen geschrumpft aber genährt, war unsere Truppe wieder zurück im Kongress-Zentrum. Unsere Berliner hatten sich bereits nach Hause begeben, dem Tatendrang tat dies jedoch keinen Abbruch. Es wurde weiter an Encoder-Pipeline, Trackersystem, Sendelogos oder Netzanbindung gewerkelt.
[Nachtrag] Bis halb vier wurde Vorarbeit geleistet soweit es möglich war und es die Müdigkeit zuließ. Wie alles anläuft werden wir natürlich erst nachher sehen, aber unser Aufbau steht soweit und wird bereits getestet. Bisher sieht alles gut aus.
Früh morgens um vier hab ich übrigens auch noch nie ein Hostel bezogen und wenn dann noch für die Hälfte der Gäste die Bettwäsche vergessen wird zu erwähnen, kann schon fast eine Art Galgenhumor aufkommen. Also auf in ein paar stressige, aber sicher erlebnisreiche und interessante Tage Chaos Communication Congress. Soweit es die Zeit zulässt, werde ich hier weitere Artikel schreiben um alle nichtanwesenden etwas auf dem Laufenden zu halten. Aber nicht vergessen Stream zu schauen!
Mittwoch, 16. Dezember 2009
FeM shows you where the Dragons are
Dieses Jahr ist die FeM bereits zum fünften Mal vor Ort und wird diesen besonders dezentralisierten Chaos Communication Congress in die Hackerspaces der Welt live übertragen. Die Streams werden wir dabei nicht nur im altbekannten Windows-Media-Format in die Welt schicken, sondern auch per Icecast im Ogg-Format verteilen.
Aber nicht nur Live-Streaming wird es geben. Für den On-Demand-Bereich haben wir uns das schwierige Ziel gesetzt, jeden Vortrag innerhalb von 24 Stunden per FTP und BitTorrent in verschiedenen Formaten verfügbar zu machen. Dafür haben wir unser Team etwas vergrößert und arbeiten bereits seit Wochen an unseren Arbeitsabläufen. Falls es einmal etwas mehr als 24h dauern sollte, bitte nicht gleich hauen, wir sind auch nur Menschen.
Zum 26C3 setzen wir auf DV-Capture-Boxen. Sie sollen das Beste aus den Videosignalen herausholen, werden aber auch wesentlich mehr Daten produzieren - etwa 13 GB pro Stunde und Saal. In kleinen 5-Minuten-Sequenzen werden die Videodaten dann auf unserem Storage landen. Ein in den letzten Wochen entwickeltes FUSE-Modul wird diese Sequenzen dynamisch zusammenfügen, ohne dass die umfangreichen Dateien erneut kopiert werden müssen. Das Zurechtschneiden der Vorträge sowie das Einfügen von Vor- und Abspann werden ebenfalls auf diese Weise realisiert. Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr werden auch diesmal alle Vorgänge rund um die Nachbearbeitung der Vorträge von einem Request-Tracker-ähnlichen System synchronisiert und soweit wie möglich automatisiert.
Eine weitere erfreuliche Neuerung ist das Angebot verschiedener Personen und Organisationen, uns IT-Ressourcen verschiedenster Art zur Verfügung zu stellen. Diese werden zum Einen als Streamverteilserver eingesetzt, um der stetig wachsenden Zahl von Zuschauern einen guten und stabilen Service zur Verfügung zu stellen, und zum Anderen werden wir einige der angebotenen Server mit einer angepassten Live-CD als Encoding-Rechner nutzen.
Wir rechnen auch dieses Jahr wieder mit zahlreichen interessanten Vorträgen und ca. 100 Stunden absolut sehenswertem Videomaterial.
http://www.ccc.de/
http://events.ccc.de/congress/2009/
http://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Dragons_everywhere
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Office Nerd Adventskalender
Dienstag, 1. Dezember 2009
FeM-Adventskalender
Ein einfacher Klick führt zu Informationen rund um FeM, kleinen Videos oder manchmal auch diversen Überraschungen! Vom Adventskalender bis zu selbstgebackenen Plätzchen, von den Admins bis hin zum Vereinachstmarkt und der Unitiative, für alle wird etwas dabei sein. Gerade auch für Leute, die bisher noch nicht so wirklich etwas über FeM wussten, könnte dies eine gute Gelegenheit werden, sich zumindest einmal grob zu informieren. Vielleicht werden einge gar neugierig, was so im Detail bei den einzelnen Ressorts und Projekten getan wird. Vielleicht möchte ja jemand mal genauer wissen, was so alles zu einem Vorlesungsstreaming nötig ist.
Wir wünschen allen eine fröhliche Vorweihnachtszeit und viel Spass mit den kleinen, aber feinen Einblicken und Überraschungen in und um FeM.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Wer den Schlüssel hat, braucht für den Schneidbrenner nicht zu sorgen!
Eigentlich wollten wir euren Tresor einem kleinen Sicherheitscheck unterziehen! Aber leider habt ihr uns unfreundlicherweise einen Schlüssel auf dem Silbertisch serviert. Die bei euch gefundene Flex musste somit nicht einmal ansatzweise repariert werden. Danke übrigens an dieser Stelle dafür, wir hatten uns auf eine ganze Nacht Arbeit gefreut!
Wir haben uns erlaubt, die im Tresor herrschende gestalterische Langeweile durch kreative Akzente aufzuheitern. Als kleine Warnung haben wir mittels modernster Bildbearbeitungsprogramme, in mühevoller Kleinstarbeit, den Ernstfall simuliert.
Den Schlüssel, welcher uns unser Werk derartig erleichterte, haben wir als Rache in ein dunkles Verlies geworfen! Wer ihn findet, darf ihn behalten! HarrHarrHarr
gez. Der Elefant
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Synchronisieren könnte soooo einfach sein ...
... denn es gibt ja wie bei vielem Anderen auch standardisierte Protokolle. Leider existieren für die meisten Aufgaben entweder eine große Auswahl unterschiedlichster Standards oder jeder spricht so ein Bisschen seinen eigenen Dialekt.
Ein gutes Beispiel für den letzteren Fall ist das Protokoll SyncML zur Synchronisierung von Kalender-, Kontakt und ähnlichen Daten. Auch die von FeM benutzte Webmail- und Groupware-Lösung Horde bietet dafür eine Schnittstelle an. Einem Backup seines externen Gedächtnisses in Form seines Mobiltelefons oder PDAs stünde von dieser Seite nichts im Weg.
So weit so gut. Leider ist die Auswahl an Clients für derartige Geräte nicht sonderlich groß. Die größte Verbreitung in dieser Geräteklasse hat der Client von Funambol. Aber wie bei Monopolisten üblich, spricht auch dieser seinen eigenen Dialekt und funktioniert out-of-the-box nur mit dem Haus-eigenen SyncML-Server.
Grund hierfür ist die Abfrage einer im Standard nicht vorgesehenen Tabelle 'configuration'. Existiert diese nicht, bricht der Client ohne genaue Fehlermeldung ab. Interessant hierbei ist, dass anscheinend in der aktuellen Version gar keine benötigte Daten in der Tabelle ablegtund sie auch nur bei der ersten Verbindung abfragt werden.
Leider stößt man auf der Suche nach einer Lösung sowohl beim Hersteller des Clients als auch dem Horde-Projekt auf taube Ohren.
Es gibt jedoch verschiedene Workarounds:
Die einfachste Lösung besteht in der Benutzung einer älteren Client-Version vor Version 7. Einfach, aber sicherlich nicht wünschenswert.
Alternativ sieht die von Horde vorgeschlagene Lösung zuerst eine Synchronisierung gegen eine ältere Horde-Version vor, gefolgt von einem anschließenden Ändern des Servers in der Registry. Leider hat man meistens keinen solchen Server zur Hand und auch das ändern von Registry-Einträgen ist eher als Ausnahme zu empfehlen.
Oder man folgt dem Vorschlag von Pascal Gienger und gaukelt dem Clienten einfach vor er könne Daten in dieser Tabelle schreiben.
Da auch bei FeM die ersten beiden Möglichkeiten praktisch nur schwer umsetzbar sind, wurde kurzerhand letztere Lösung umgesetzt. Auf das sich jemand Neues eine weitere "praktische Erweiterung" zu einem existierenden Standard ausdenkt
.
"Synchronisieren könnte soooo einfach sein ..." vollständig lesen
Dienstag, 15. September 2009
Getrennt leben wir glücklicher
Unser Trenntrafo stand schon lange "nackig" in der Werkstatt herum. Eigentlich ist er recht praktisch, da er 230V zur Verfügung stellt, die nicht mit dem normalen Stromnetz verbunden und auch nicht geerdet sind. Beinahe eine perfekte Trennung — daher heißt er wohl auch so. Allerdings wurde er kaum genutzt, da es doch recht fummelig war, für jedes Gerät mit normalem Stecker dort Drähte heranzumontieren, die passend mit dem Trafo verbunden sind. Zudem mußte man ihn jedesmal ausstecken, da kein Schalter daran war, und mußte vorsichtig sein, denn die Primärseite ist auch bei einem Trenntrafo nicht ohne. Aber wenn man das alle beachtet hat, kann man die Kontakte der Sekundärseite berühren, ohne einen Schlag zu bekommen — zumindest, solange man es vermeidet, beide Kontakte gleichzeitig anzugrapschen.
Der Wunsch nach einem Gehäuse mit Schalter und praktischen Anschlüssen wurde daher wieder laut. Ich war der Meinung, daß ich ein passendes Kästchen daheim hätte, aber das habe ich nicht wiederfinden können. Allerdings fand sich auf dem Unischrott ein passendes Gehäuse von einem alten Meßgerät.
Gehäusemodifikation
Das gefundene Gehäuse war sogar sehr passend. Zwei Sicherungen vorgesehen, ordentliche Zugentlastung für das Netzkabel, ein Loch für einen Schalter. Sogar eine Glimmlampe zur Betriebsanzeige war dabei. Außerdem war es voller verbogener seltsamer Dinge. Die mußten erst einmal herausoperiert werden. Innen an der Wand war noch eine Befestigung, auf der Teile der defekten Apparatur saßen. Diese mußte ausgesägt werden, damit der Trafo genügend Platz im Gehäuse finden konnte. Das ausgesägte Metallobjekt mit dreieckiger Grundfläche und Metallstelzen wurde auch gleich als Modell für den neuen Office-Tisch umgewidmet.
Bei einer Bestandsaufnahme nach der Entkernung zeigt sich: Der Schlitten, der in den Schienen auf der Frontplatte eingeschoben werden kann, paßt sogar mit Trenntrafo ins Gehäuse. Und die Federleiste, mit der sie in der Front einrastet, sollte für 230V durchaus ausreichend dimensioniert sein. Hingegen braucht man den Kühlwasseranschluß und die zwei Anschlüsse, die mit "Ausgang" und "Speicher" beschriftet waren, eher nicht.
Kurzerhand wurden die alten Beschriftungen schwarz übermalt (bei künstlichem Licht sieht man sie allerdings noch durchschimmern) und Aufkleber neue Beschriftung angebracht. Dabei wurde auch gleich noch ein neuer Schalter eingebaut, der bei anderer Gelegenheit auf dem Unischrott gefunden wurde. Nun ist es ein Kippschalter, vorher war es offenbar ein Drehschalter. Egal, Hauptsache, es funktioniert.
Nun wurde noch eine Frontplatte gebaut. Diese soll aus einem isolierenden Material bestehen, da bei einem Trenntrafo eine Erdung der Sekundärseite zu vermeiden ist. Und da die Buchsen direkt im Material sitzen, kann man nicht einfach beklebtes Metall verwenden — auch wenn das vielleicht berührungssicher wäre. Da keine hinreichend großen Pertinaxplatten vorhanden waren, blieb als Alternative nur ein Spanplattenrest. Passend zurechtgesägt, Löcher zum Anschrauben und für die beiden Buchsen gebohrt und oben Platz für eine zukünftige Einbau-Steckdose gelassen. Schon sind die Gehäusemodifikationen abgeschlossen.
Einbau
In die Frontplatte wurden nun die Buchsen eingesetzt. Das Gegenstück zur Federleiste am Schlitten wurde mit einem Blech passend montiert. Dort wurden nun noch zwei Litzen angelötet, die mit Krimpösen an den Buchsen angeschraubt werden können. Für Wartungsarbeiten kann man so leicht den Schlitten nach hinten entfernen, indem man die vier Schrauben auf der Rückseite löst. Bei der Front sind es ebenfalls vier Schrauben, danach müssen noch die beiden Ösen losgeschraubt werden. Man kann also mit wenig Aufwand an beide Seiten heran.
Der Trafo wurde auf Schlitten, der mit der Gehäuserückseite verbunden ist, geschraubt. Die rechte Seite (vorn im Bild) wurde zur Primärseite auserkoren, da dort der Stromanschluß und der Schalter sind. Diese Teile wurden dann mit den braunen Drähten verbunden und auf der linken Seite des Trafos — dort ist die Trafo-Primärseite — angeschlossen. Der Null-Leiter wurde dort ebenfalls direkt angeschraubt. Der Schutzleiter macht einen Umweg über das Gehäuse.
Weiter ging es mit der Sekundärseite. Der blaue Draht, der ganz vorn am Trafo angeschlossen ist, verschwindet durch ein Loch auf die Unterseite des Schlittens. Dort wird er zur Federleiste an der Front geführt und ist dort verlötet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein schwarzer Draht, der über die linke Sicherung ebenfalls mit dem Trafo verbunden ist. Damit ist auch der Sekundärkreis geschlossen und die Verdrahtung somit abgeschlossen.
Das Typenschild stimmt damit wohl nicht mehr so ganz.
Neue Frontplatte
Die alte Frontplatte war ziemlich häßlich, zumal sie beim Aussägen stellenweise zersplittert war. Besonders gerade waren die Schnitte auch nicht, was aber teilweise an der ungeeigneten Säge gelegen hat. War aber keine bessere Säge da.
Am Wochenende habe ich daher die Gelegenheit genutzt und daheim auf der heimischen Kreischsäge Kreissäge ein schönes Buchenbrett zurechtgesägt. Für die Schlitze zwischen Frontplatte und Gehäuse habe ich zudem einige Sperrholzstreifen zurechtgesägt.
Weiter ging es in Ilmenau. Im Bereich der Abstandhalter mußten in die Sperrholzstreifen ein paar Aussparungen gefeilt werden, damit sie nicht aufsaßen. Die Frontplatte erhielt dann auch ihre Bohrungen für die Schrauben, die Buchsen und eine vorgesehene Betriebsanzeige. Mit einer Lochsäge wurde eine Aussparung für die Steckdose geschaffen. Dabei kam noch einmal die alte Frontplatte zum Einsatz, um ausprobieren zu können, ob die Steckdose hineinpaßt und wie es aussieht. Nach dem erfolgreichen Test wurde das Loch dann auch in die Buchenholzplatte übertragen.
Dabei konnte man sehr schön erkennen, daß Spanplatten beim Zersägen deutlich mehr splittern als Buche. Dafür tut sich dort die Säge aber merklich schwerer und wird sehr heiß. Stellenweise ist die Lochwand doch sehr dunkel, ein wenig Rauch stiegt beim Bohren ebenfalls auf.
Danach wurden die Teile noch ein wenig mit Schleifpapier bearbeitet. Nachdem das geschafft war, wurde alles mit Holzleim zusammengeklebt und mit einem Gewicht — dem Trenntrafo — beschwert. Dann mußte es erst einmal ein wenig trocknen.
Als der Leim dann schon relativ fest war, wurde das Holz erst einmal blau angestrichen. Das sieht auf den Fotos sogar besser aus als in natura, da die Farbe in der angebrochenen Packung schon ein wenig klumpig geworden war. Nach zweimaliger Bemalung sah es recht brauchbar aus.
Die Steckdose wurde dann mit gelochten Blechstreifen in der passenden Tiefe im Bohrloch montiert. Auch die beiden Buchsen wurden in ihren Löchern versenkt, Drähte von der Steckdose zu den Buchsen gezogen und die Blende der Steckdose aufgeschraubt Damit war die Frontplatte fertig. Jetzt noch die Ösen des Gehäuses passend auf die Buchsen schrauben und mit vier Schrauben auf die Abstandhalter setzen — geschafft!
Komischerweise sieht das Gehäuse nun ein wenig nach einem überdimensionalen Linksys-Router aus. Aber vielleicht ändert sich das, wenn es endlich fertig ist.
Die Zukunft
Da beim Originalgehäuse weder die Frontplatte noch das Seitenteil auffindbar waren, soll letzteres durch ein passende zurechtgeschnittenes Blech ersetzt werden. Dafür soll ein ausgedientes PC-Gehäuse herhalten.
Auf der anderen Seite befindet sich ein kleines Loch, wo vorher eine Optik eingebaut war. Da dort keine guten Voraussetzungen für eine Verschraubung gegeben sind, ist angedacht, dort ein Blech aufzukleben und mit einem schönen Aufkleber sowohl zu kaschieren als auch zu fixieren.
Im Originalgehäuse war hinten eine Glimmlampe als Betriebsanzeige, die leider beim Test ihr Leben ausgehaucht hat. In dieses Loch und in die Aussparung in der neuen Front sollen LED-Betriebsanzeigen eingebaut werden. Hinten für den Primärkreis, vorn für den Sekundärkreis.
In die Schraubenlöcher der Frontplatte sollen demnächst noch passende Lochkappen aus Schränken eingesetzt werden. Bei diversen Schränken im Office und im Konferenzraum wurden nicht alle Kappen verbraucht, vermutlich finden sich ein paar in der richtige Größe. Diese werden dann mit blauem Sprühlack überzogen und nach dem Trocknen eingesetzt.