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Artikel mit Tag ccc
Dienstag, 29. Dezember 2009
Fernsehsender zu Gast mit neuem Zuschauerrekord im Gepäck
Mit Netz klappt irgendwie alles viel besser. Nachdem die härtesten unserer Riege noch bis 6 Uhr gearbeitet hatten und auch die Crew des bcc die Uplinkprobleme scheinbar beheben konnte, lief das Streaming heute weitgehend problemlos. Einzig die Icecast Theora-Streams brachen regelmäßig zusammen und mussten von Hand neugestartet werden. Die oft genutzten wmv-Streams rannten aber förmlich. Nur vereinzelt kam es dort noch zu Ausfällen, welche auch immer schnell wieder behoben werden konnten. Die Stabilität der Streams führte dann auch dazu, dass wir einen neuen Zuschauerrekord verbuchen konnten. Im Maximum hatten wir mehr als 2600 wmv-Clients auf den Streams. Um solche Zuschauerzahlen auch bedienen zu können und keine Instabilitäten der Verfügbarkeit zu riskieren, haben wir uns dann auch dazu entschieden, keine Versuche mehr mit einem Zusatzangebot für niedrigere Bandbreiten zu starten. Zuschauer mit zu langsamen Internetanschlüssen müssen wir also auf die inoffziellen Mirror mit niedrigen Bandbreiten verweisen oder auf die Downloadreleases warten. Es tut uns Leid, aber bitte seht uns nach, dass wir jetzt keine Experimente mehr starten möchten.
Nun aber wieder zu den Ereignissen des heutigen Tages. Wie sicher viele mitbekommen haben, ist das Interesse der "breiten Öffentlichkeit" am CCC stetig gestiegen. Dies führt nicht nur dazu, dass Jahr um Jahr unser Zuschauerrekord gebrochen wird, sondern auch mehr und mehr Besucher das bcc stürmen. Kombitickets für den gesamten Congress sind nicht mehr zu bekommen und die Tagestickets für heute waren bereits um ca. 14 Uhr vergriffen. Wohlgemerkt, die Vorträge begannen erst um 11:30 Uhr.
Ein derartiges Interesse ruft nun natürlich auch das Fernsehen auf den Plan. Und so kam es heute, dass wir gleich zweimal Besuch in unserer Videoregie bekamen. Einmal von einem RBB-Team für Monitor und einmal von 3sat. Letztere erstellen eine allgemeine Dokumentation über den Chaos Computer Club, welche Ende 2010 gesendet werden soll. Und nachdem wir bei den Aufnahmen geschickt Productplacement großer Limonadenkonzerne verhinderten und den ein oder anderen FeM-Kuli platzieren konnten
Weiterhin konnten wir mit der gewonnenen Zeit, die wir heute nicht in die Fehlersuche oder Havariebewältigung investieren mussten etwas "Kundenbetreuung" realisieren. So wurden sowohl im in unserem Jabber-Multi-User-Chat, als auch über die Wikiseiten des 26C3 und im IRC Fragen beantwortet und aktuelle Informationen verbreitet. Das Zitat des Tages stammt übrigens auch aus einer dieser Quellen und soll euch hier natürlich nicht verborgen bleiben: Alle Verallgemeinerungen sind scheiße!
Auch das Encoding fertig geschnittener Vorträge konnte heute gestartet werden, so dass wir vor wenigen Minuten die ersten Releases ankündigen konnten. Morgen wird sich die zugehörige Wikiseite dann mehr und mehr füllen und wir sind zuversichtlich, unser angepeilte Bearbeitungsdauer von etwa 24h einhalten zu können.
Achja, bei nächster Gelegenheit gründen wir eine FeM-Dienstleistungs-GmbH, an die wir dann den Ello gegen viel Geld ausleihen. Wir hättens hier in unserer Videoregie schön ruhig, wenn nicht alle Nasen lang jemand zu einem OpenMoko Buzz-Fix antreten würde. Zeitweise wurden sogar Zeitslots vergeben um der Lage überhaupt Herr zu werden. Besonders lustig isses immer dann, wenn er den Lötkolben ansetzt und die Brille ab! Zweckentfremded wird zu diesen Arbeiten übrigens Floschs USB-Lampe, weil Ello seine Schreibtischlaterne vergessen hat.
Montag, 28. Dezember 2009
CHAOS im wahrsten Sinne des Wortes
Gemäß dem lieben Herrn Murphy ging heute am Tag 1 natürlich alles schief, was nur schief gehen konnte. Angefangen bei unregelmäßigen Uplinkausfällen, über nicht nachvollziehbare Ruckelprobleme, bis hin zu Switches, die erst nach einem harten Neustart wieder wissen, dass sie ein Switch sind.
Von den Hauptproblemen mit dem Uplink werden alle Stream-Zuschauer sicher ein Lied singen können. Ein zuverlässiger Stream war damit leider nicht zu realisieren. Und auch im bcc intern lief der Stream nicht rund. Um diesen Traffic nicht auch noch auf dem Internetstream zu haben, haben wir für die Streaming-Zuschauer hier vor Ort einen internen Verteilserver eingerichtet. Dieser erzeugte jedoch in nichtdeterministischen Abständen einen ruckelnden Stream für den ein oder anderen. Selbst für uns, die wir 3m daneben saßen sehr unerklärlich, da es auf einem Rechner ruckelte und auf einem anderen widerrum nicht. Nach einer kleinen Umzugsaktion in den Betriebsraum zu seinen Artgenossen konnte dieser Effekt dann jedoch vermindert werden. An welchem Sonnenwind die Probleme lagen, werden wir aber wohl nie erfahren.
Weiterhin hatten wir eigentlich damit begonnen, zwei verschiedene Bandbreiten für die Streams anzubieten, um auch Zuschauern hinter einer langsameren Internetverbindung eine Alternative bieten zu können. Da dies jedoch mehr Probleme und Instabilitäten machte, als es Nutzen brachte, haben wir uns nach der ersten Vortragsreihe entschieden, den Stream mit niedriger Bandbreite abzuschalten und die Bandbreite des anderen Streams danach auf ca. 1-1.2Mbit/s zu senken. Da sich mitlerweile einige Freiwillige gefunden haben, die die wmv-Streams selbst runtergerechnet anbieten, gibt es aber trotzdem Alternativen für Leute mit langsamer Anbindung.
Gegen Abend hatten sich die Probleme dann weitgehend gelegt und wir konnten neben dem troubleshooting auch zur allgemeinen Nachbearbeitung der Aufzeichnungen übergehen. Das Ganze dann aber auch nur, bis es Mitternacht mit dem "Chaos Familien Duell" losgehen sollte. Dieses fand im Saal 1 statt und sollte gleichzeitig in den Saal 2 gestreamt werden und dort möglichst noch live gedolmetscht werden. Problem war nur, dass der vorherige Vortrag bis zehn nach 12 dauerte und ein entsprechender Aufbau dann zu lange gedauert hätte. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, brach dann auch wieder der Uplink zusammen.
Eigentlich kann morgen nur alles besser werden. Nachdem wir soweit alles vorbereitet haben um mit Netz wieder an der Einrichtung der Streams arbeiten zu können geht der Großteil von uns nun erstmal schlafen. Gute Nacht!
Sonntag, 27. Dezember 2009
Der Vergesslichkeit Tribut gezollt und trotzdem alles aufgebaut!
Der Weg führte uns nun also über die A71, die A4 und die A9 - auf der Flosch dann auch feststellte, dass der Mietwagen über einen sechsten Vorwärtsgang verfügt - erst einmal nach Göbschelwitz. Hier musste nämlich der Vorstand unseres Vertrauens direkt am zugefrorenen Dorfteich abgeholt werden. Und bei ihm zu Hause haben wir als FeM-Vertreter dann auch einmal das getan, was er sonst immer im FeM-Office erledigt: Wir haben seine Toilette belegt!
Erleichtert, frisch, fromm, fröhlich und frei konnten wir danach unsere Reise nach Berlin fortsetzen. Reibungslos kamen wir bis nach Berlin und auch super hindurch, so dass wir ca. 12:30Uhr am bcc vorfuhren. Und das - durch unseren Zwischenstopp - nur Minuten vor unserem Transporter. Und ab diesem Zeitpunkt war eines klar: Das eigens für diesen Anreisetag besorgte Essen steht noch in Ilmenau! Der Super-Gau, wenn man betrachtet, dass alle gegen halb oder um sieben aufgestanden waren und das Essen von einigen bereits sehnsüchtig erwartet wurde.
Nunja, da Wehmut bekanntlich nichts hilft und wir wegen weiteren Anlieferungen auch schnellstmöglich den Ladebereich des bcc wieder räumen mussten, gingen wir erst einmal zum Entladen und Hochtragen über. Dank eines Rollcontainers und Lastenaufzugs gestaltete sich der Vorgang jedoch sehr flüssig und kraftsparend für alle Beteiligten. Somit konnten wir gegen 13:30-14:00Uhr dann auch ad-hoc zum Aufbau der Regie, des Betriebsraumes und der Säle übergehen. Essen war ja nix da.
Durch die sehr gute personelle Versorgung dieses Jahr, konnten wir diese Aufgaben nahezu parallelisieren. Es klappte sogar so gut, dass sich langweilende Externe, welche uns ihre Hilfe beim Aufbau anboten, nicht immer integriert werden konnten, weil einfach keine Aufgabe für sie zu finden war.
Der rein technische Aufbau war dank der vielen Hände recht zügig realisiert, die Einrichtung der ganzen Technik dauerte dann jedoch seine Zeit. Da sich derartige Aufgaben nun aber nicht auf viele Schultern verteilen lassen - Stichwort: Viele Köche und Brei - kam es zu einigen Stilblüten, die wir euch hier natürlich nicht alle vorenthalten wollen.
- Der Deckel der Kaffeemaschine heißt jetzt: "Dings", weil Mehdorn den ganzen Tag nur nach dem Dings suchte.
- Torx8 ist nicht Torx6, oder umgedreht!
- "Und wo kommt die ganze Technik her? Ich meine, das kann ja nicht alles von euch sein."
- "Dieses Jahr sind das mindestens Hexacopter, Quattrocopter sind out!"
- "Wer legt die Wikiseite für die 'schlechtesten Deine-Mutter-Sprüche des CCC' an?" direkt drauf: "Deine Mutter!"
- "Das jetzt nichts funktioniert ist mir eigentlich auch egal..."
Da sich um 19 Uhr doch so langsam bei allen etwas Hunger regte, reservierten wir für 22:30Uhr einen Tisch im Steakhouse Escados. Mittlerweile wird ein Besuch dort am Abend vor der Eröffnung des Congresses schon fast zur Tradition. Die Arbeiten für diesen Termin zu unterbrechen gestaltete sich dann jedoch fast schwieriger als gedacht. Da immer wieder mal hier mal da etwas eingestellt werden musste, was alle Personen im Haus verteilte, oder Dinge gerade in finaler Bearbeitung waren und somit nicht unterbrochen werden konnten, kamen wir erst zehn vor halb elf aus dem bcc. Zum Glück befand sich das Restaurant nur quer über Alexanderplatz. Lecker war's!
Inzwischen wurde übrigens der Kassenschalter eröffnet, was zu einem spontanen Flashmob in Form einer nicht enden wollenden Schlange von Personen kreuz und quer durchs bcc führte. Schon beeindruckend, wo die ganzen Leute plötzlich herkamen.
Pünktlich Mitternacht, leider um zwei Personen geschrumpft aber genährt, war unsere Truppe wieder zurück im Kongress-Zentrum. Unsere Berliner hatten sich bereits nach Hause begeben, dem Tatendrang tat dies jedoch keinen Abbruch. Es wurde weiter an Encoder-Pipeline, Trackersystem, Sendelogos oder Netzanbindung gewerkelt.
[Nachtrag] Bis halb vier wurde Vorarbeit geleistet soweit es möglich war und es die Müdigkeit zuließ. Wie alles anläuft werden wir natürlich erst nachher sehen, aber unser Aufbau steht soweit und wird bereits getestet. Bisher sieht alles gut aus.
Früh morgens um vier hab ich übrigens auch noch nie ein Hostel bezogen und wenn dann noch für die Hälfte der Gäste die Bettwäsche vergessen wird zu erwähnen, kann schon fast eine Art Galgenhumor aufkommen. Also auf in ein paar stressige, aber sicher erlebnisreiche und interessante Tage Chaos Communication Congress. Soweit es die Zeit zulässt, werde ich hier weitere Artikel schreiben um alle nichtanwesenden etwas auf dem Laufenden zu halten. Aber nicht vergessen Stream zu schauen!
Mittwoch, 16. Dezember 2009
FeM shows you where the Dragons are
Dieses Jahr ist die FeM bereits zum fünften Mal vor Ort und wird diesen besonders dezentralisierten Chaos Communication Congress in die Hackerspaces der Welt live übertragen. Die Streams werden wir dabei nicht nur im altbekannten Windows-Media-Format in die Welt schicken, sondern auch per Icecast im Ogg-Format verteilen.
Aber nicht nur Live-Streaming wird es geben. Für den On-Demand-Bereich haben wir uns das schwierige Ziel gesetzt, jeden Vortrag innerhalb von 24 Stunden per FTP und BitTorrent in verschiedenen Formaten verfügbar zu machen. Dafür haben wir unser Team etwas vergrößert und arbeiten bereits seit Wochen an unseren Arbeitsabläufen. Falls es einmal etwas mehr als 24h dauern sollte, bitte nicht gleich hauen, wir sind auch nur Menschen.
Zum 26C3 setzen wir auf DV-Capture-Boxen. Sie sollen das Beste aus den Videosignalen herausholen, werden aber auch wesentlich mehr Daten produzieren - etwa 13 GB pro Stunde und Saal. In kleinen 5-Minuten-Sequenzen werden die Videodaten dann auf unserem Storage landen. Ein in den letzten Wochen entwickeltes FUSE-Modul wird diese Sequenzen dynamisch zusammenfügen, ohne dass die umfangreichen Dateien erneut kopiert werden müssen. Das Zurechtschneiden der Vorträge sowie das Einfügen von Vor- und Abspann werden ebenfalls auf diese Weise realisiert. Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr werden auch diesmal alle Vorgänge rund um die Nachbearbeitung der Vorträge von einem Request-Tracker-ähnlichen System synchronisiert und soweit wie möglich automatisiert.
Eine weitere erfreuliche Neuerung ist das Angebot verschiedener Personen und Organisationen, uns IT-Ressourcen verschiedenster Art zur Verfügung zu stellen. Diese werden zum Einen als Streamverteilserver eingesetzt, um der stetig wachsenden Zahl von Zuschauern einen guten und stabilen Service zur Verfügung zu stellen, und zum Anderen werden wir einige der angebotenen Server mit einer angepassten Live-CD als Encoding-Rechner nutzen.
Wir rechnen auch dieses Jahr wieder mit zahlreichen interessanten Vorträgen und ca. 100 Stunden absolut sehenswertem Videomaterial.
http://www.ccc.de/
http://events.ccc.de/congress/2009/
http://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Dragons_everywhere
Dienstag, 30. Dezember 2008
neuer Besucherrekord
Laut aktueller Hochrechnung hatten wir über 1800 Zuschauer auf den wmv-Streams.
Mehr Infos werden folgen.
Montag, 29. Dezember 2008
[Nachtrag] Noch keine „drei Tage wach“...aber fast – Tag zwei auf dem 25c3
Um 3:30 ins Bett; um 7:30 wieder aufgestanden – so sieht ein relativ typischer Tag auf dem Congress aus.
Nach dem Ende der Eröffnungsveranstaltung haben wir den Engeln (so heißen die freiwilligen Helfer auf dem Congress) unsere Videotechnik erklärt, damit es möglichst keine Probleme bei der Aufzeichnung gibt – wir haben ja nur eine Chance und so muss diese möglichst optimal genutzt werden.
Noch vor dem Mittag wurde dann der lokale Streamingserver bereit gestellt.
Nachdem es Probleme mit dem Netz gab und dadurch die Streams nicht wie gewünscht erreichbar waren ist dies eine Wohltat gewesen.
Parallel wurden im Wiki versucht alle Infos auf dem aktuellen Stand zu halten während im IRC auf Fragen und Probleme eingegangen wurde. Auf diese Art hatten wir eine weitere, unabhängige Qualitätskontrolle und Rückmeldung über die Streams. Die überwiegende Meinung war durchaus positiv.
zu den technischen Details:
Überwiegend positive Meldungen gibt es auch von der Auslastung der Streams. Mal abgesehen von einem Mirrorserver, der bereits bei rund 200 Nutzern schlapp macht hält der Rest tapfer die Stellung. Laut aktueller Infos hatten wir heute bereits über 1000 parallel Zuschauer auf allen Servern zusammen. Da ist sicher noch mehr möglich.
Multicast?
Nachdem es heute Mittag angekündigt wurde verbreitet sich unser Multicaststream leider noch nicht weiter als in unserem eigenen Netz. Da wird sich hoffentlich noch was tun.
Sonntag, 28. Dezember 2008
[Eilmeldung] Unbekannte Flugobjekte im Zentrum von Berlin
War es vor zwei Jahren noch erstaunlich zu sehen, dass ein solches Flugobjekt ohne manuellen Eingriff ausbalanciert in der Luft schwebt, so sind es dieses Jahr LEDs und Loopings, die faszinieren.
Anbei noch ein paar Bilder, die die Eindrücke veranschaulichen.
Freitag, 26. Dezember 2008
25c3 – der erste Tag
um 7 den Transporter abholen; um 8 Uhr treffen; um 10 Uhr auf nach Berlin
Doch zwischen diesen Terminen galt es ein paar Herausforderungen zu meistern.
Nachdem in Vorbereitung auf die kommenden Tage der Besprechungsraum ordentlich voll gepackt worden war, stellte sich schnell heraus sich schnell heraus: das war noch nicht alles; da muss noch mehr in den Transporter rein.
Einige Rechner wurden quasi bis in die Morgenstunden des Abreisetages konfiguriert und vorbereitet. Diese mussten wir nun noch aus den Serverräumen ausbauen und transportsicher verpacken.
Leichter gesagt als getan: Nun standen wir vor dem Haus E und stellen fest, dass die Tür verschlossen ist – was nun? Zum Wachschutz und die um Hilfe fragen brachte uns dann einen Schritt weiter.
Als nächstes haben wir zuerst zu viert, später zu sechst, den Transporter voll gepackt.
Sieht doch ganz ordentlich ausgelastet aus, oder?
Das ganze erinnerte mal wieder an Tetris für Erwachsene. Nur der passende Sound dazu fehlte
Mit zwei Autos – eines für die Helfer und deren Gepäck, und dem besagten Transporter - ging es dann in Richtung Berlin los – das erste mal auf dieser Strecke, dass es nur eine einzige Baustelle gab. Einfach herrlich.
13:30 in Berlin angekommen war es daran die ganze Prozedur in umgekehrter Reihenfolge abzuwickeln. Sehr hilfreich waren dabei die bereit gestellten Hubwagen und natürlich der Fahrstuhl – leider jedoch nicht bis in „unsere Etage“ aber das wussten wir ja bereits aus den vergangenen Jahren
Auch der restliche Tag verläuft wie die vergangenen Jahre:
- jede Menge zu tun, um den Aufbau zu erledigen
- Netzprobleme
- häuslich einrichten
Donnerstag, 11. Dezember 2008
FeM auf dem 25. Chaos Communication Congress II
FeM auf dem 25. Chaos Communication Congress
Werfen wir aber zuerst einen Blick auf die Statistik aus dem letzten Jahr:
- 10 TB Outgoing Traffic
- 1103 Nutzer maximal
- 990 MBit/s Maximaldurchsatz
- 94 aufgezeichnete Vorträge
... und unzählige vernichtete Club Mate Flaschen, Brötchen, Müsliriegel und Nerven.
Wie in der folgenden Grafik unschwer zu erkennen ist brachten wir die Leitungen an die Leistungsgrenze.

In diesem Jahr besteht unser System im wesentlichen aus vier Teilen. Aufnahme, Verarbeitung, Streaming und Speicherung. Seit dem Beginn unserer Arbeit auf dem C3 entwickeln wir unser System jedes Jahr weiter. In diesem Jahr wollen wir die Verarbeitung weiter automatisieren und haben uns das Motto "Server-Based-Cut" auf die Fahne geschrieben.
Wie genau das aussieht zeigt die folgende Grafik.

Die Vorträge werden in drei Sälen aufgezeichnet. Saal 1 ist der große Kuppelsaal, Saal 2 und 3 sind kleiner und befinden sich eine Ebene tiefer. Wir zeichnen in den Sälen mit je zwei Kameras auf. Zusätzlich wird das Bild des Notebooks in ein Videosignal gewandelt. Zusammengemischt landen alle Video- und Audiosignale in einem zentralen Serverraum. Dort werden sie im mpeg2 Format aufgezeichnet und der Encodingpipeline übergeben.
Außerdem landen die Signale durch die Windows-Media-Encoder über den Verteilserver im Internet. Die Encodingpipeline ist das Herzstück unseres System. Dort werden die Videos geschnitten, mit einem Vorspann und Abspann versehen und schließlich kodiert. Wenn alles klappt denn geschieht dies fast automatisch.
Zusätzlich stellen wir die Video- und Audiosignale aus den Sälen als MPEG-2 Transportstrom zur Verfügung. Als Multicast haben so interessierte Leute die Möglichkeit sich selbst am Videoencoding zu probieren.
Ein kleines Highlight ist die Diplomarbeit von André Helbig. Das System wird auf dem Congress einem Feldtest unterzogen. André Helbig hat ein System implementiert das automatisch die Funktion des manuellen Mischens des Videosignals nachbildet.