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Donnerstag, 1. Oktober 2009
Synchronisieren könnte soooo einfach sein ...
... denn es gibt ja wie bei vielem Anderen auch standardisierte Protokolle. Leider existieren für die meisten Aufgaben entweder eine große Auswahl unterschiedlichster Standards oder jeder spricht so ein Bisschen seinen eigenen Dialekt.
Ein gutes Beispiel für den letzteren Fall ist das Protokoll SyncML zur Synchronisierung von Kalender-, Kontakt und ähnlichen Daten. Auch die von FeM benutzte Webmail- und Groupware-Lösung Horde bietet dafür eine Schnittstelle an. Einem Backup seines externen Gedächtnisses in Form seines Mobiltelefons oder PDAs stünde von dieser Seite nichts im Weg.
So weit so gut. Leider ist die Auswahl an Clients für derartige Geräte nicht sonderlich groß. Die größte Verbreitung in dieser Geräteklasse hat der Client von Funambol. Aber wie bei Monopolisten üblich, spricht auch dieser seinen eigenen Dialekt und funktioniert out-of-the-box nur mit dem Haus-eigenen SyncML-Server.
Grund hierfür ist die Abfrage einer im Standard nicht vorgesehenen Tabelle 'configuration'. Existiert diese nicht, bricht der Client ohne genaue Fehlermeldung ab. Interessant hierbei ist, dass anscheinend in der aktuellen Version gar keine benötigte Daten in der Tabelle ablegtund sie auch nur bei der ersten Verbindung abfragt werden.
Leider stößt man auf der Suche nach einer Lösung sowohl beim Hersteller des Clients als auch dem Horde-Projekt auf taube Ohren.
Es gibt jedoch verschiedene Workarounds:
Die einfachste Lösung besteht in der Benutzung einer älteren Client-Version vor Version 7. Einfach, aber sicherlich nicht wünschenswert.
Alternativ sieht die von Horde vorgeschlagene Lösung zuerst eine Synchronisierung gegen eine ältere Horde-Version vor, gefolgt von einem anschließenden Ändern des Servers in der Registry. Leider hat man meistens keinen solchen Server zur Hand und auch das ändern von Registry-Einträgen ist eher als Ausnahme zu empfehlen.
Oder man folgt dem Vorschlag von Pascal Gienger und gaukelt dem Clienten einfach vor er könne Daten in dieser Tabelle schreiben.
Da auch bei FeM die ersten beiden Möglichkeiten praktisch nur schwer umsetzbar sind, wurde kurzerhand letztere Lösung umgesetzt. Auf das sich jemand Neues eine weitere "praktische Erweiterung" zu einem existierenden Standard ausdenkt
.
"Synchronisieren könnte soooo einfach sein ..." vollständig lesen
Dienstag, 15. September 2009
Getrennt leben wir glücklicher
Unser Trenntrafo stand schon lange "nackig" in der Werkstatt herum. Eigentlich ist er recht praktisch, da er 230V zur Verfügung stellt, die nicht mit dem normalen Stromnetz verbunden und auch nicht geerdet sind. Beinahe eine perfekte Trennung — daher heißt er wohl auch so. Allerdings wurde er kaum genutzt, da es doch recht fummelig war, für jedes Gerät mit normalem Stecker dort Drähte heranzumontieren, die passend mit dem Trafo verbunden sind. Zudem mußte man ihn jedesmal ausstecken, da kein Schalter daran war, und mußte vorsichtig sein, denn die Primärseite ist auch bei einem Trenntrafo nicht ohne. Aber wenn man das alle beachtet hat, kann man die Kontakte der Sekundärseite berühren, ohne einen Schlag zu bekommen — zumindest, solange man es vermeidet, beide Kontakte gleichzeitig anzugrapschen.
Der Wunsch nach einem Gehäuse mit Schalter und praktischen Anschlüssen wurde daher wieder laut. Ich war der Meinung, daß ich ein passendes Kästchen daheim hätte, aber das habe ich nicht wiederfinden können. Allerdings fand sich auf dem Unischrott ein passendes Gehäuse von einem alten Meßgerät.
Gehäusemodifikation
Das gefundene Gehäuse war sogar sehr passend. Zwei Sicherungen vorgesehen, ordentliche Zugentlastung für das Netzkabel, ein Loch für einen Schalter. Sogar eine Glimmlampe zur Betriebsanzeige war dabei. Außerdem war es voller verbogener seltsamer Dinge. Die mußten erst einmal herausoperiert werden. Innen an der Wand war noch eine Befestigung, auf der Teile der defekten Apparatur saßen. Diese mußte ausgesägt werden, damit der Trafo genügend Platz im Gehäuse finden konnte. Das ausgesägte Metallobjekt mit dreieckiger Grundfläche und Metallstelzen wurde auch gleich als Modell für den neuen Office-Tisch umgewidmet.
Bei einer Bestandsaufnahme nach der Entkernung zeigt sich: Der Schlitten, der in den Schienen auf der Frontplatte eingeschoben werden kann, paßt sogar mit Trenntrafo ins Gehäuse. Und die Federleiste, mit der sie in der Front einrastet, sollte für 230V durchaus ausreichend dimensioniert sein. Hingegen braucht man den Kühlwasseranschluß und die zwei Anschlüsse, die mit "Ausgang" und "Speicher" beschriftet waren, eher nicht.
Kurzerhand wurden die alten Beschriftungen schwarz übermalt (bei künstlichem Licht sieht man sie allerdings noch durchschimmern) und Aufkleber neue Beschriftung angebracht. Dabei wurde auch gleich noch ein neuer Schalter eingebaut, der bei anderer Gelegenheit auf dem Unischrott gefunden wurde. Nun ist es ein Kippschalter, vorher war es offenbar ein Drehschalter. Egal, Hauptsache, es funktioniert.
Nun wurde noch eine Frontplatte gebaut. Diese soll aus einem isolierenden Material bestehen, da bei einem Trenntrafo eine Erdung der Sekundärseite zu vermeiden ist. Und da die Buchsen direkt im Material sitzen, kann man nicht einfach beklebtes Metall verwenden — auch wenn das vielleicht berührungssicher wäre. Da keine hinreichend großen Pertinaxplatten vorhanden waren, blieb als Alternative nur ein Spanplattenrest. Passend zurechtgesägt, Löcher zum Anschrauben und für die beiden Buchsen gebohrt und oben Platz für eine zukünftige Einbau-Steckdose gelassen. Schon sind die Gehäusemodifikationen abgeschlossen.
Einbau
In die Frontplatte wurden nun die Buchsen eingesetzt. Das Gegenstück zur Federleiste am Schlitten wurde mit einem Blech passend montiert. Dort wurden nun noch zwei Litzen angelötet, die mit Krimpösen an den Buchsen angeschraubt werden können. Für Wartungsarbeiten kann man so leicht den Schlitten nach hinten entfernen, indem man die vier Schrauben auf der Rückseite löst. Bei der Front sind es ebenfalls vier Schrauben, danach müssen noch die beiden Ösen losgeschraubt werden. Man kann also mit wenig Aufwand an beide Seiten heran.
Der Trafo wurde auf Schlitten, der mit der Gehäuserückseite verbunden ist, geschraubt. Die rechte Seite (vorn im Bild) wurde zur Primärseite auserkoren, da dort der Stromanschluß und der Schalter sind. Diese Teile wurden dann mit den braunen Drähten verbunden und auf der linken Seite des Trafos — dort ist die Trafo-Primärseite — angeschlossen. Der Null-Leiter wurde dort ebenfalls direkt angeschraubt. Der Schutzleiter macht einen Umweg über das Gehäuse.
Weiter ging es mit der Sekundärseite. Der blaue Draht, der ganz vorn am Trafo angeschlossen ist, verschwindet durch ein Loch auf die Unterseite des Schlittens. Dort wird er zur Federleiste an der Front geführt und ist dort verlötet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein schwarzer Draht, der über die linke Sicherung ebenfalls mit dem Trafo verbunden ist. Damit ist auch der Sekundärkreis geschlossen und die Verdrahtung somit abgeschlossen.
Das Typenschild stimmt damit wohl nicht mehr so ganz.
Neue Frontplatte
Die alte Frontplatte war ziemlich häßlich, zumal sie beim Aussägen stellenweise zersplittert war. Besonders gerade waren die Schnitte auch nicht, was aber teilweise an der ungeeigneten Säge gelegen hat. War aber keine bessere Säge da.
Am Wochenende habe ich daher die Gelegenheit genutzt und daheim auf der heimischen Kreischsäge Kreissäge ein schönes Buchenbrett zurechtgesägt. Für die Schlitze zwischen Frontplatte und Gehäuse habe ich zudem einige Sperrholzstreifen zurechtgesägt.
Weiter ging es in Ilmenau. Im Bereich der Abstandhalter mußten in die Sperrholzstreifen ein paar Aussparungen gefeilt werden, damit sie nicht aufsaßen. Die Frontplatte erhielt dann auch ihre Bohrungen für die Schrauben, die Buchsen und eine vorgesehene Betriebsanzeige. Mit einer Lochsäge wurde eine Aussparung für die Steckdose geschaffen. Dabei kam noch einmal die alte Frontplatte zum Einsatz, um ausprobieren zu können, ob die Steckdose hineinpaßt und wie es aussieht. Nach dem erfolgreichen Test wurde das Loch dann auch in die Buchenholzplatte übertragen.
Dabei konnte man sehr schön erkennen, daß Spanplatten beim Zersägen deutlich mehr splittern als Buche. Dafür tut sich dort die Säge aber merklich schwerer und wird sehr heiß. Stellenweise ist die Lochwand doch sehr dunkel, ein wenig Rauch stiegt beim Bohren ebenfalls auf.
Danach wurden die Teile noch ein wenig mit Schleifpapier bearbeitet. Nachdem das geschafft war, wurde alles mit Holzleim zusammengeklebt und mit einem Gewicht — dem Trenntrafo — beschwert. Dann mußte es erst einmal ein wenig trocknen.
Als der Leim dann schon relativ fest war, wurde das Holz erst einmal blau angestrichen. Das sieht auf den Fotos sogar besser aus als in natura, da die Farbe in der angebrochenen Packung schon ein wenig klumpig geworden war. Nach zweimaliger Bemalung sah es recht brauchbar aus.
Die Steckdose wurde dann mit gelochten Blechstreifen in der passenden Tiefe im Bohrloch montiert. Auch die beiden Buchsen wurden in ihren Löchern versenkt, Drähte von der Steckdose zu den Buchsen gezogen und die Blende der Steckdose aufgeschraubt Damit war die Frontplatte fertig. Jetzt noch die Ösen des Gehäuses passend auf die Buchsen schrauben und mit vier Schrauben auf die Abstandhalter setzen — geschafft!
Komischerweise sieht das Gehäuse nun ein wenig nach einem überdimensionalen Linksys-Router aus. Aber vielleicht ändert sich das, wenn es endlich fertig ist.
Die Zukunft
Da beim Originalgehäuse weder die Frontplatte noch das Seitenteil auffindbar waren, soll letzteres durch ein passende zurechtgeschnittenes Blech ersetzt werden. Dafür soll ein ausgedientes PC-Gehäuse herhalten.
Auf der anderen Seite befindet sich ein kleines Loch, wo vorher eine Optik eingebaut war. Da dort keine guten Voraussetzungen für eine Verschraubung gegeben sind, ist angedacht, dort ein Blech aufzukleben und mit einem schönen Aufkleber sowohl zu kaschieren als auch zu fixieren.
Im Originalgehäuse war hinten eine Glimmlampe als Betriebsanzeige, die leider beim Test ihr Leben ausgehaucht hat. In dieses Loch und in die Aussparung in der neuen Front sollen LED-Betriebsanzeigen eingebaut werden. Hinten für den Primärkreis, vorn für den Sekundärkreis.
In die Schraubenlöcher der Frontplatte sollen demnächst noch passende Lochkappen aus Schränken eingesetzt werden. Bei diversen Schränken im Office und im Konferenzraum wurden nicht alle Kappen verbraucht, vermutlich finden sich ein paar in der richtige Größe. Diese werden dann mit blauem Sprühlack überzogen und nach dem Trocknen eingesetzt.
Montag, 17. August 2009
FeM geht in den Untergrund
Am Montag, 2009-08-17, war es nach genau einem Jahr wieder so weit: FeM ging in den Untergrund. Und nicht etwa, um sich dort zu Terroristen ausbilden zu lassen — im Ilmenauer Untergrund findet man die nämlich gar nicht — sondern, um auch endlich mal wieder ein Rohr zu verlegen.
"FeM geht in den Untergrund" vollständig lesen
Donnerstag, 2. Juli 2009
Two-ified Messaging
Ab sofort kann jeder Benutzer des FeM-Jabber-Servers unter der gleichnamigen E-Mail-Adresse auch Mails empfangen. Im zugehörigen Webinterface kann man einstellen, ob diese Nachrichten per E-Mail oder als XMPP-Nachrichten weitergeleitet werden sollen.
Dazu wurde das Schema der im Hintergrund des ejabberd werkelnden PostgreSQL-Datenbank ein wenig erweitert. Diese Erweiterung speichert die Information über welches Medium und an welche Adresse gegebenenfalls eine Weiterleitung erfolgt.
Der für Domänen zuständige Mailserver nimmt E-Mails für existierende Weiterleitung an und sondert Spam und Viren aus. Bei einer Weiterleitung als E-Mail wird die Nachricht gleich an die gewünschte Adresse umgeleitet. Im Falle einer Weiterleitung als Jabber-Nachricht wird sie an den Jabber-Server zugestellt und dort an ein Perl-Skript übergeben, welches die Mail über ein dafür angelegtes Konto an den User schickt.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Mailserver-Umbau
Mit leichter Verspätung ging es los. Zunächst zerrten wir die Kiste aus ihrem Schrank und lösten die eine Schraube, die die Mailserverwelt im Innersten zusammenhält.
Anschließend wurde die alte CPU vorsichtig herausoperiert. Austretende Wärmeleitpaste wurde mit Tupfern feinsäuberlich entfernt. Dann folgte der versuchsweise Einbau der neuen CPU und des Kühlers. Dabei zeigte sich, daß die Schrauben viel zu lang waren, um diesen sicher auf der CPU zu halten. Nach einer Notoperation an den Schrauben, im Fachjargon "Modding" genannt, paßten sie dann perfekt.
"Mailserver-Umbau" vollständig lesen
Samstag, 8. November 2008
Netzwerkknoten revolutioniert
FeM kümmert sich auch um die Versorgung der Studentenwohnheime mit Intra- und Internet.
Heute wurde im Betriebsraum im Block A (Keller) Netzwerktechnik gereinigt, ausgetauscht und neu montiert.
Dabei wurde auch das vermutlich letzte aktiv genutzte Stück BNC Netzwerk (< 10 MBit/s) durch modernes TwistedPair (10++ MBit/s) ersetzt.
"Netzwerkknoten revolutioniert" vollständig lesen
Donnerstag, 6. November 2008
Anonymer Squid
Wer möchte das nicht: Frei und unbeobachtet surfen?
Andererseits wird man kaum einen Webserver finden, welcher nicht die Anfragen aufzeichnet und auswertet.
Über die IP ist zwar dem Betreiber nicht gleich die Anschrift des Surfenden bekannt, aber er kann sich doch
ein recht genaues Bild machen, wer welche Zusammenstellung von Seiten besucht, nach welchen Begriffen gegoogelt und sich mit welchem Benutzernamen im Webmailer eingeloggt hat.
"Anonymer Squid" vollständig lesen
Samstag, 26. April 2008
Aktion Kanalratte die X-te
Auf meine alten Tage nochmal sowas... Da kommt die Uni doch spontan auf die Idee, auf dem Campus hinterm Block G einen Parkplatz anzulegen. Dummerweise ebnen sie dafür einen unterirdischen Tunnel ein, in dem ein Teil des FeM-Backbones verläuft. Ergo muss das Kabel geschützt werden. Dazu muss man anmerken, dass wir an der Stelle das Kabel teilweise in den alten Fernwärmerohren verlegt haben, da ein Teil des vorhandenen Tunnels bereits eingestürzt war und nur noch die Rohre durch gingen. Ergo wurde schon vor längerer Zeit eines der Rohre aufgeflext und das Kabel dort reingeführt. Dummerweise soll jetzt genau diese Stelle verschüttet werden. Aus diesem Grund haben wir heute den freiliegenden Teil des Kabels mit einem extra Rohr umgeben und zusätzlich noch einen weiteren Zugang in die alten Heizungsrohre geflext.
Der erste Teil war einfach: einfach ein Plastikrohr aufschneiden, um das bestehende Kabel legen, befestigen, fertig. Der zweite Teil... hat uns den kompletten Nachmittag, zwei Stahlscheiben, einen Schlüssel und jede Menge Nerven gekostet. Die Heizungsrohre sind aus Eisen. 10mm stark und ziemlich zickig, was das Verhältnis zur Flex angeht. Da uns das schonmal eine Flex gekostet hat (wirklich das Gerät. Das wollte danach nicht mehr.), hatten wir uns diesmal was stärkeres ausgeliehen. Dummerweise passten die Trennscheiben nicht zum Gerät, sondern waren Bruchteile eines Millimeters zu dick. Folge: während des Betriebes der Flex zog sich die Gewindescheibe, welche die Trennscheibe hält immer fester an, so dass sie am Ende unter keinen Umständen mehr abzubekommen war. Ein Besuch im Baumarkt später, wo ein neuer Schlüssel für die Gewindescheibe gekauft wurde kam es zu dem Bild links. Frei nach Archimedes: Gebt uns einen festen Punkt und wir kriegen das Scheißding auf! Irgendwann hat das Ganze auch nachgegeben und wir konnten die nächste Scheibe einsetzen. 20 Minuten und einige Schnitte später das gleiche Spiel. Ende vom Lied war das Bild rechts: zwei ausgeschnittene Metallteile, zwei kaputte Trennscheiben und ein kaputter Schlüssel. Aber die gewünschten Löcher sind nun vorhanden. Und für Kunst ist der Rest auch noch gut.
Montag, 19. November 2007
Neues Windows, neue Probleme...
Neue Technologien bringen neue Probleme mit sich und so verhält es sich natürlich auch mit dem neuen Betriebssystem von Microsoft. In Windows Vista hat Microsoft mit Link Layer Topology Discovery ein neues Netzwerk-Protokoll eingeführt, welches die Topologie eines Netzwerks erfassen und darstellen soll.
"Neues Windows, neue Probleme..." vollständig lesen
Dienstag, 3. April 2007
April, April - Oder: Wie FeM einen steifen Hals bekam
Man schreibt sich ein Perl-Script, welches in jedem Link nach Bild-Dateien sucht und den Download dieser übernimmt. Diese Bilder werden dann auf einem Webserver gespeichert und dieser neue Bild-Link wird an den Proxy zurück geschickt. So einfach.
Aber da wir viele roots waren und natürlich jeder seine Fähigkeiten beisteuern wollte, war es damit natürlich nicht getan. Also haben wir aus dem auch sonst völlig überlasteten Proxy einen transparenten Proxy gemacht und den ganzen HTTP-Traffic über diesen Rechner geleitet. Dazu musste im DHCP ein neuer Router ausgegeben werden. Der neue Router war Hexagon der normalerweise unsere IPv6-Netze routet. Dieser hat dann alle HTTP-Requests an den Proxy weitergeleitet.
Leider haben wir keine genaueren Statistiken wieviele Requests der Proxy bearbeiten musste aber ein Load von 4-10 beim Flip und 20-40 beim Umrechnen in schwarz/weiss sprechen für sich. Die Kiste hat geglüht wie das Space-Shuttle beim Wiedereintritt.
Leider haben wir natürlich auch einige Fehler gemacht. Am Anfang fehlte noch ein Block in der Konfiguration und ein Block ging gar nicht weil der Proxy im selben Subnet stand und seine Antworten direkt zum Client schickte und nicht über den Gateway. Aber wir geloben natürlich Besserung und schließlich machen wir sowas nicht alle Tage.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an die zahlreichen Leute die Humor zeigten und es doch witzig fanden.
"April, April - Oder: Wie FeM einen steifen Hals bekam" vollständig lesen